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Feinde  zu  wirken,  und  doch  nicht  lose  genug  war,  um  der
Entwicklung  einzelner  Fürstenthümer  völlig  freien  Spielraum
zu  lassen.  ·

II.  Zeiten  des  getheilten  Reichs  bis  zur  Mongolischen
  Unterjochung.

1015  1238.

I.  Ob  in  diesen  zweien  Jahrhunderten  die  Streitigkeiten
der  Fürsten  und  Großfürsten  unter  einander,  und  die  endlosen
  Kriege,  die  hieraus  entsprangen,  allein  und  vorzüglich
an  der  verzögerten  Kultur  des  Landes  und  der  Nation  Schuld
waren?

Auch  Italien,  Frankreich,  Deutschland  und  England
haben  in  dieser  Zeit  durch  unaufhörliche  Kriege  gelitten,  und
doch,  trotz  solcher  Hindernisse  und  zum  Theil  selbst  durch  sie
befördert,  rückte  alles  in  diesen  Ländein  weit  schneller  einer
steten  höheren  Vervollkommnung  entgegen,  als  im  Slavenlande
  am  Dnepr  und  im  Slavenlande  am  Moskau  geschah.

Man  sollte  fast  zuletzt  den  Haupt-Unterschied  in  den
National-Anlagen  suchen.  Wenn  der  Slave  und  seine  gesellschaftliche
  Verfassung  gedeihen  sollte,  so  mußte  die  Kraft
von  außen  her  auf  ihn  wirken,  und  mit  starkem  Stoß  ihn
in  Schwung  setzen.  In  jenen  Westeuropäern  aber  kam  und
wirkte  die  Kraft  von  innen  aus  der  Nation  selbst;  und  wie
alle  wahre  innere  Kraft  durch  äuhere  Hindernisse  mehr  gereizt
  als  gelähmt  wird,  so  überwand  endlich  die  Entwicklung
derselben  im  Westen  von  Europa  alle  Folgen  der  kriegerischen
  gesellschaftlichen  Anarchie.  Das  Slaven-Volk  am