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Dnepr  aber  und  das  Slaven-Volk  am  Moskau  erlag  fast
ganz  unter  dem  Druck  seiner  äußeren  Verhältnisse.

2.  Zwar  wo  großer  Handel  und  staͤdtische  Verfassung
war,  da  entwickelte  sich  auch  am  Wolchow  und  am  Dnepr
immer  mehrere  Kultur,  und  im  nördlichen  Theile  des  Reichs
wurden  endlich  die  Städte  Plescow  und  Novgorod  zu  wahren
  Republiken.  Allein  der  Städte  und  großhandlenden
Städte  waren  im  Verhältniß  zum  ganzen  Lande  viel  zu

.  wenige,  als  daß  der  kleine  Kultur-Funken,  der  hier  aufglimmte,
  weit  umher  hätte  gqufhellen  und  wirken  können.
1147  Entstehung  von  Moskwa.

3.  So  ists  auch  unsireitig  ein  schhnes  Phänomen,  daß
während  die  Monche  im  Westen  von  Europa  bloß  Lateinische
  Historienbücher  schrieben,  so  lebre  Mönch  Restor  in

1100  einem  Kloster  zu  Kiew,  und  schrieb  in  der  Landessprache
eine  Chronik  seiner  Nation;  allein  aus  einem  so  isolirten
Factum,  dessen  individuelle  Verhaltnisse  ganz  unbekannt  sind,
läßt  sich  nicht  leicht  mit  Sicherheit  auf  allgemeine  Kultur
und  National-Zustand  schließen.  Vielmehr  ists  ein  trauri—
ges  Zeichen  fuͤr  die  erstere  und  eine  Erscheinung,  die  für  den
allgemeinen  Zustand  mehr  als  alle  einzelne  Phänomene  be—
weist,  daß  viele  Jahrhunderte  hindurch  Christliche  Religion
und  Christliche  Kirche  hier  herrschend  waren,  und  auch  nicht
eine  Ketzerei,  nicht  eine  Controvers,  nicht  ein  neues  kirchliches
  Justitut  hier  sich  bildete.  Sie  haben,  im  sogenannten
Mittelalter,  im  Westen  von  Europa  große  Erfindungen  gemacht,
  und  viele  wichtige  Dinge  angefangen,  an  deren  Benutzung
  bisher  alle  nachfolgenden  Zeitalter  sich  gelabt,  und
in  deren  weiteren  Entwicklung  die  größten  Männer  der  dret
letzten  Jahrhunderte  ihren  Hauptruhm  gefunden  haben  :  aber
nichte  dieser  Art  ist  im  großen  Slavenland  am  Dnepr  und