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am  Onon  vorgegangen,  wurde  bald  an  der  Gränze  von
China  und  an  der  Oder  in  Schlesien  empfunden.  Der  Sturm
mützte  nöthwendig  auch  Rußland  treffen.

Cbän  Tschutschi,  der  älteste  Sohn  des  großen  Temnd=1235

  schin  oder  Dschingis  -Chan,  überfällt  die  Polowzer;  denen
Russische  Fürsten  zu  Hülfe  eileß.  Grozer  Sieg  der  Mongolen
  an  der  Kalka,  einem  Fluß,  der  sich  ins  Meer  von  Assof
ergießt.  So  bald  hierauf  Chan  Batu,  Tschutschis  Sohn,

1237  die  Horden  am  Kama,  Jaik  und  der  Wolga  voͤllig  unterjocht
  hatte,  so  fiel  er  in  Nord-Rußland  ein.  Er  eroberte
Moskwa,  und  dräng  bis  ins  Territorium  von  Novgorod.
Er  kam  däs  nächste  und  die  nachfolgenden  Jahre  wieder,  eroberte
  Kiew;  und  alles  Land  vom  Dnepr  an  bis  an  die
Weichsel.

2.  Unter  der  allgemeinen  Zerstörung,  die  Rußland  von
diesen  Siegern,  die  man  gewöhnlich  Tatarn  zu  nennen  pflegt,
und  zugleich  im  Nordosten  von  den  Schwerdtbrüdern  in  Livland
  litt,  erhub  sich  mit  seltenem  Muth  und  eben  so  seltener
Klugheit  Prinz  Alerander,  der  Sohn  des  Großfürsten
Faroslaw  Wsewolodowitsch.  Er  heißt  mit  Recht  Newski,
denn  er  erfocht  am  Newastrom  einen  herrlichen  Sieg  über

1241  die  Schwerd-Ritter.  Batu  ernannte  ihn  zum  Großfürsten,
und  weil  er  den  aufgelegten  Tribut  richtig  abtrug,  auch  dem
Herrn  der  goldenen  Horde  Gehorsam  und  Treue  hielt,  so
schien  Rußland  selbst  unter  der  neuen  Oberherrschaft  sich  erholen
  zu  koͤnnen.  i

Daß  man  diese  Eroberer  Rußlands  Tatarn  nennt,  pat  nicht
allein  darinn  seinen  Grund,  weil  vlelleicht  der  größte  Theil  der

Mongolischen  Armee  aus  Tatarn  bestund,  sondern  diese  Mongolen,

  unter  denen  Rußland  so  lange  stund,  sind  wirklich,

  während  daß  Rußland  unter  ihnen  stund,  wahre  Tatarn
  geworden,  wie  die  Normänner  oder  Wäringer,  die  da