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Slavenland  am  Wolchow  und  Dnepr  erobert  haben,  Slaven

wurden.

3.  Doch  gieng  nach  seinem  Tode  unter  zweihundert=  1261
jährigen  Unruhen  fast  alles  zu  Grunde.  Es  konnte  kein
sicherer  Anfang  eines  besseren  Zustandes  werden,  bis  die  Unabbängigkeit
  von  auswärtiger  Macht  voͤllig  errungen  und
sicher  war.  Denn  die  Abhaͤngigkeit  war  böchsi  druͤckend,  und
alle  die  vielen  Veraͤnderungen,  die  auch  mit  dem  Herrn  selbst
vorgiengen,  fuͤhlte  der,  der  von  ihm  abhieng,  gewoͤhnlich  mit
doppeltem  Druck.

Dschingis  batte  seine  ungeheure  Eroberungen  unter  seine
Söhne  getheilt,  und  jedem  die  Weltgegend  auegezeichnet,
wohin  er  weiterhin  seine  Herrschaft  ausbreiten  sollte;  doch
müßten  alle  zusammen  vereinigt  unter  einem  als  Großchan
bleiben.

Dem  Altesien  Tschutschi  und  nach  ihm  seinem  Sohne
Batu  fiel  also  Kaptschak  oder  das  große  meist  ebene
Land  zu,  das  zwischen  dem  Don,  Wolga  und  Jaik
liegt,  und  Batus  Nachfolger,  die  Herren  von  Rußland,
hatten  an  der  Osiseite  der  Wolga  ihr  Serai  oder  Residenz
genommen.  Dort  war  wenigstens  ein  Haupt-Standlager,
dort  also  die  goldene  Horde.  Allein  bald  entstunden,  selbst  1357
auch  unter  den  Fürsten  und  Söhnen  von  Batu,  gewaliige
innere  Unruhen  und  Successions-Streitigkeiten,  und  Ruß,
land  wurde  von  Hauptsiößen  derselben  getroffen.

Doch  ehbe  auch  mnoch  diese  Wirkungen  eintrafen,  so
fühlte  man  schon  in  Rußland  das  drückende  der  Abhängigkeit.
  Jeder  Fürst  und  Großfürst  mußte  vom  Chan  in  Kaptschak
  die  Bestätigung  seiner  Würde  erhalten;  jeder  vor  ihm
als  seinem  höchsten  Richter  zu  Recht  stehen,  jeder  ihm  Tribut
zahlen.  Auch  war's  kein  Tribut,  den  bloß  der  Großfürst  selbst

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