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in  einer  Summe  entrichten  durfte,  sondern  der  Chan  ließ  ihn
durch  seine  eigene  Leute  im  Lande  erbeben,  und  der  General-Einnehmer
  dieses  Tribuls,  der  zuglrich  der  Chef  aller  im
Lande  garnisonireuden  kleineren  Horden  war,  wohnte  zu  Wladimir
  selbst  im  Pallaste  des  Gronfürsien.  Es  war  ein  hartes
  Joch,  das  auf  dem  Fürsien  und  der  Nation  lag.

4.  Der  Chan  war  durch  seine  Troppen  und  Steuer-Einnehmer
  der  wahre  Herr  des  Lundes,  und  konnte  doch  das
Land  gegen  auswärtige  Angrisse  nicht  vertheidigen.  Gedimin,

1319  der  siegreiche  Großherzeg  der  Litthauer  drang  nach  Suͤden
herab,  und  entriß  den  Russen  Volhynien.  Er  wandte  sich
1320  von  da  aus  nach  Südosien,  und  eroberte  Kiew;  das
schöne  Land  am  Süddnepr  war  also  verloren.  Was  auch
im  Süden  die  Lilthauer  nicht  nahmen,  nahmen  die  Polen,
denn  das  ganze  Land,  was  Oesierreich  1772  den  Polen  wic-1340
  der  entrissen,  gewann  Polen  damals  als  Beute  von  Rußland.

5.  So  blieb  also  allein  noch  das  Großfürstenthum  Wladimir
  übrig,  dessen  Sitz,  noch  ehe  Kiew  ganz  verschwand,
nach  Moskwa  gekommen.  Dorthin  kam  auch  der  Sitz  des
Metropoliten,  daß  also  der  Müittelpunkt  der  weltlichen  und
geistlichen  Regierung  des  Landes  daselbst  zusammentraf.

Bald  aber  erhub  sich,  selöost  vom  Chan  begünstigt,  auch
der  Fürst  von  Twer  zum  Großfürsten,  und  wie  auch  endlich
der  von  Moskwa  nach  dem  hartnäckigsien  Kampf  gesiegt

1378  hatte,  so  erneuerte  den  Kampf  der  Chan  von  Kaptschak.
Es  war  ein  unglücklicher  Wechsel  von  Siegen  und  neuen  Angriffen,
  denn  kaum  hatte  der  Greßfürst  Omitry  Iwanowilsch

280  auch  über  den  Chan  von  Kaptschak  am  Don  einen  Sieg

FZi  erfochten,  so  kam  gleich  wieder  ein  anderer  Chau  mit  einem
grosten  wilden  Schwarm  bis  Moskwa,  eroberte  und  plunderte
die  unglückliche  Stadt.