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Feodors  Bruder  Dmitrij  war  schon  sieben  Jahre  vorher  auf
Boris  Veranstaltung  ermorder  worden.  Mit  Feodor  selbst
war  also  der  Rurikische  Mannsstamm  ausgestorben.  Doch
erst  nach  fünfzehnjährigem  anarchischem  Wechsel  kommt  endlich
  eine  neue  Familie  zur  sicheren  Thronfolge.

II.  Nichts  sehlte  aber  dem  neuen  Zgar  zum  guten:ns,
Regenten,  als  daß  ihn  die  Geburt  nicht  zum  Regenten  und
die  Natur  nicht  zum  Usurpotor  bestimmt  hatte.  So  bald
ein  verlaufener  Griechischer  Mönch  Gregort  Otrepiew  unter
Polnischem  Schutze  den  hochseligen  Dmitrij  mit  einigem
Glücke  zu  spielen  anfieng,  verlor  Boris  den  Muth,  und  160
vergiftete  sich  selbst.  Für  den  unmündigen  Sohn  Feo-  Ab.
dor  ll.  sollte  die  Mutter  die  Vormundschaft  führen;  wie
war's  aber  möglich,  daß  eine  vormundschaftliche  Regierung
sich  behaupten  konnte,  da  einmal  der  Strom  der  Volksliebe
und  die  Junecigung  der  Großen  den  frechen  Betrüger  begünstigte?
  Der  Anfang  von  Otrepiew's  Regicrung  war
die  Ermordung  Feodors  II.

12.  Dreizehn  Monate  lang  dauerte  die  schamloseste
  Usurpation.  Unter  Anführung  des  Knäs  Schuiskoi
  steht  endlich  ein  zahlreicher  Theil  der  Großen  sammt  der
Bürgerschaft  von  Moskwa  auf,  und  der  Bdsewicht  wird
todt  geschlagen.  Vier  Tage  nachher  wird  Schuiskoi  1606
selbst  zum  Zaar  gewählt,  aber  die  Großen,  denen  er  seine  Mat
Wahl  verdankte,  bedangen  sich  zum  Nachtheil  der  Monarchie
wichtige  Vorrechte,  und  doch  waren  sie  nicht  befriedigt.

13.  Erst  erregten  einige  Mißvergnügte  aus  ihnen,  im
Namen  eines  Dmetrifj,  der  immer  kommen  sollte,  und  nie  1607
kam,  die  gefährlichsten  Unruhen;  bald  aber  producirten  die
Polen  einen  neuen  Betrüger,  und  wie  endlich  Kön.  Sigismund
  III.  nicht  bloß  den  vohen  Besch#er  des  Schulmeisters