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Catharinga  I.
1725.  9.  Febr.  bis  172k7.  17.  Mai.

I.  Menzikof,  an  der  Spitze  einer  Garde-Compagnie,
machte  sie  zur  Kaiserinn;  die  Senatoren  und  Große  des  Reichs
wollten  sich  für  Peters  Enkel,  den  jungen  Peter  Aleriewitsch,
erklären,  denn  so  hätten  sie  und  nicht  Menzikof,  wie  nun  geschah,
  die  Regierung  geführt.  Allein  die  Ueberraschung  siegte,
  und  Menzikof  genoß  auch  seines  Siegs,  denn  er  allein
war  der  dirigirende  Mann  der  neuen  Regierung.  Selbst
Catharinens  älteste  Tochter  Anna  Petrowna  und  ihr  Gemahl
der  Herzog  von  Holstein,  vermochten  nichts  gegen  ihn.

Aneksdeten  von  der  Kais.  Catharina  I.  in  Büschings  Magaz.  III.

Th.  und  Xl.  Ch.  vergl.  auch  Schmid-Phiseldecks  Materlalien
I.  Th.  S.  203.

2.  Doch  weder  bei  der  inneren  Administration  des  Reichs,
noch  bei  den  auswärtigen  Angelegenheiten  bewies  sich  Menzikof
  als  Peters  Zögling.  Alles  opferte  er  auf,  um  seine
Familie  groß,  und  vielleicht  zur  selbstherrschenden  zu  machen.
So  bald  der  Wiener  Hof  seinen  Vermählungeplanen  vollen

1735  Beifall  gegeben,  ließ  er  eine  Allianz  mit  Ocesterreich
Aug.  schließen,  bei  der  schwerlich  je  ein  Gewinn  für  Rußland  entstehen
  konnte.

3.  Catharina  selbst  bestätigt  auch  in  ihrem  Testament
das  Project,  daß  ihr  Stiefenkel,  der  Sohn  des  enthaupteten
Alerei  Petrowitsch,  den  sie  kraft  ihres  hohen  Regentenrechts
zu  ihrem  Nachfolger  erklärt,  Menzikofs  Tochter  zur  Gemahlinn
  haben  solle,  und  ordnet  die  Regentschaft.  Er  war  bei

7½2  ihrem  Tode  erst  zwölf  Jahr  alt.

Mai.