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den  uͤbrigen  Großen,  besonders  aber  der  Mutter  und  dem
Vater  des  jungen  Kaisers  seine  Herrschaft  angenehm  zu
machen,  noch  wollte  Muͤnnich  unter  einem  so  unfaͤhigen,
unwissenden  Mann,  als  der  Herzog  war,  die  zweite  Rolle
spielen,  da  er  sich  zur  ersten  Rolle  faͤhig  hielt.
Die  Regentschaft  dauerte  also  nur  zwanzig  Tage.  Auf
Befehl  der  Mutter  des  jungen  Kaisers  Prinzessinn  Anna
7.  ließ  Graf  Muͤnnich  den  Herzog  des  Nachts  aus  dem  Bett
ob  holen,  erst  nach  Schluͤsselburg,  und  alsdann  nach  Sibirien
fuͤhren.  Anna  erklaͤrt  sich  selbst  zur  Regentinn;  ihr  Gemahl
Prinz  Anton  Ulrich  von  Braunschweig-Löneburg  wurde  zum
Generalissimus  ernannt,  und  Münnich  erhielt  die  Premier—
Minister-Stelle.  Doch  die  Rechte  von  jenem  und  diesem
usurpirte  der  Sächsische  Gesandte  Graf  von  Lpnar  und  der
Oesterreichische  Gesandte  Marq,  von  Bottan.  Was  Lynar
und  Botta  wollten,  konnte  und  wollte  die  Regentinn  nicht
verweigern.

2.  Zu  einem  Subalternen  dieser  Art  aber  war  Münnich
  nicht  gemacht.  Er  konnte  unmöglich  mehr  Minister
bleiben,  wie  er  sah,  daß  Lynar  und  Botta  bis  zum  Ofeensio=Krieg
  gegen  Preußen  trieben,  und  schon  Truppen  nach  Riga
marschirten.  Der  Schwedische  Krieg  allein,  den  Frankreich
  damals  rege  machte,  um  Rußland  zu  beschäftigen,  hätte
Botta's  Plane  nicht  zernichtet.  Sieg  der  Russen  bei
Sept.  Willmanstrand.

3.  Nothwendig  mußte  alfo  bald  bei  einer  so  ärgerlich
nachläßigen  Regierung  als  die  der  Regentinn  war,  eine  Revolution
  erfolgen,  und  da  die  gelang,  die  der  Leibarzt
Lestocq  und  der  Margq.  von  Chetardie  mit  einander  entworfen
  hatten,  und  bei  der  die  Prinzessinn  Elisabeth  thätig  sepn

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