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11.  Bei  Aufstellung  der  Grundsätze  bewaffneter  Neu-122

  tralitaͤt  wirkte  vielleicht  Panins  Widerwille  gegen  England

eben  so  sehr,  als  die  Vorsorge  für  den  ungestoͤrten  Handel

des  Reichs.  Unterdeß  zeigte  sich  doch  auch  hier  wieder  Catharinens

  Größe  in  einem  Glanz,  mit  dem  wirklich  in  der

ganzen  Geschichte  nichts  verglichen  werden  kann,  als  die  angebetete

  Autorität  der  Roͤmer  nach  geendigtem  Illyrischen
Krieg,

167  12.  3weiter  Türkenkrieg,  durch  Gustavs  III.  Dazzeischenkunft

  sehr  kritisch  gemacht.  Das  Gleichgewicht  in
der  Europaͤischen  Republik  hätte  diesmal  wiederhergestellt
werden  können,  wenn  nicht  die  gehoffte  Englische  und  Preuse
sische  Unterstützung  dem  muthvollen  Schweden-Köuig  ausgeblieben
  wäre.

*29  13.  Friede  zu  Werelä  mit  den  Schweden,  durch  den

Jug,  endlich  Schweden  die  Unabhängigkeit  von  Rußland  behauptet.
  Friede  zu  Jassy  mit  den  Türken;  der  Dniester  wird
im  Süden  die  Gränze  des  Reichs.

14.  Die  aus  dem  Türkenkrieg  zurückkommende  Russische

Armee  besetzt  Polen,  und  Catharina  II.  erklärt  in  einem
123  Manifest,  daß  sie  vierkausend  Ouadrat-Meilen  Landes  von
Apr.  Polen  hinwegzunehmen  gut  finde.  Sie  seyen  ehedem  in  kritischen
  Zeiten  von  ihrem  Reich  abgekommen,  und  machten
einen  wesentlichen  Theil  desselben  aus.  Polen  wurde  nun
durch  die  neuen  Russischen  Besitzuehmungen  von  dem  Türkischen
  Reich  ganz  abgeschnitten,  und  am  Dniester  würden
Oesterreich  und  Rußland  Nachbarn.  Was  Rußland  diesmal
hinwegnahm,  begriff  das  noch  übrige  Stück  des  Palatinats
von  Poloczk,  einen  Theil  der  Palatinate  von  Wilna,  Novogrodek,
  Brzesc,  den  größten  Theil  von  Volhynien,  das  noch