waren  gekommen.  Die  tapseren:  Wilden  aber  sochten  für
Freiheit  und  Religion,  und  der  Segen  des  Kriwe  war  eben
so  kräftig,  als  die  Benedichtion  des  Pabsis.

Allein  die  eilf  Völkerschaften,  in  die  sich  die  Wilde  theilten,
  machten  nicht  gemeinschaftliche  Sache  bei  dem  Kampf,
der  doch  allen  galt.  Den  Deutschen  Ritterbrüdern  aber  zogen
lange  hin  mit  unermüdetem  Cifer  ganze  Schaaren  von  Kreuzfahrern
  aus  Deutschland  zu  Hülfe,  denn  nach  Palästina  konnte
man  bald  nicht  mehr  ziehen,  weil  dort  alles  verloren  war.
Man  zog  also  nach  Preußen,  und  wer  Preußen  besuchte,  erhielt
  Ablaß,  als  ob  er  das  heilige  Land  am  Jordan  besucht
hätte.

4.  Culm  wurde  gleich  das  Jahr  nach  Erbauung  von
Thorn,  aber  vorerst  ganz  nahe  an  der  Weichsel,  angelegt,  1232
und  die  Ritter,  die  sich  auf  einen  Krieg,  wie  der  mit  diesen
Wilden  war,  trefflich  verstunden,  rückten  mit  ihren  Burgen
und  neuaufgeworfenen  kleinen  Forts  recht  planmäßig  bloß  den
großen  Strömen  nach.  Die  Schwerdbrüder  in  Livland  suchten
  Coalition,  weil,  wie  sie  hörten,  die  Ritter  an  der  Weich=  1237
sel  viel  glücklicher  und  siegreicher  als  sie  waren.  Kein  Wunder,
  der  Zufluß  von  Streitern  und  Pilgrimen,  der  zu  diesen
  aus  Deutschland  kam,  war  viel  stärker.  Jene  fochten
tapfer  mit,  und  diese  haben  sich  angebaut.

So  machte  eine  Parthie  Lübeker  gerade  um  diese  Zeir
die  ersten  Anlagen  der  Stadt  Elbing,  die  unter  dem  Schutze  1230
der  dortigen  Ritterburg  sicher  zu  seyn  schien.  Sieben  Jahre
nachher  erhielt  schon  die  Stadt  vom  Hochmeister  ihr  großes  1246.
Piivilegium,  und  Culm  hatte  gleich  im  ersten  Jahr  seiner  Vr,
Entstehung  eine  Handvesie  bekommen,  aus  der  man  deutlich
sah,  wie  die  Municipalitäten,  ganz  nach  Deutscher  Art  eingerichtet,
  hier  gleich  in  ihren  ersten  Anlagen,  der  Indusirie