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fen,  aber  es  war  doch  ein  entscheidendet  Sieg.  Der  Hochmeister

  Ulrich  von  Jungingen  blieb  selbst  auf  der  Wahlstatt,

und  die  Ordensmacht  ist  seit  diesem  Tage  nie  mehr  geworden,

  was  sie  vorher  war.  Samogitien  und  Sudavien  gien=1436
  gen  im  Frieden  verloren.

13.  Wie  nach  dem  Frieden  die  alten,  drückenden  Steuern
noch  immer  fortdauerten,  die  Ordens-Ritter  zum  cgrößten
Nachtheil  der  Städte  bürgerliche  Nahrung  zu  treiben  anfiengen,
  der  Orden  selbst  auch  fast  bloß  ein  Elub  gewisser  Familien
  zu  werden  schien,  und  so  denn  ein  wilder  Factionen-Geist
  auf  die  Stelle  der  alten  mildem  Regierung  trat,  so

1440  vereinigten  sich  endlich  Adel  und  Städte  in  Preußen  zum
gemeinschaftlichen  Defensiv-Bund  gegen  den  harten  Landesherrn,
  und  da  kein  ander  Mittel  mehr  half,  unterwarfen

1454  sie  sich  dem  Polnischen  Schutze.

100  14.  Thorner  Friede  zwischen  Polen  und  dem

S  Deutschen  Orden.  Die  Territorien  von  Culm,  Michaelow
  und  Pommern  nebst  den  Städten  Marienburg,  Stum,
Elbingen,  Chrisiburg  fielen  ganz  an  Polen,  und  der  Bischof
von  Ermeland  hatte,  sich  schon  vorher  der  Polnischen  Oberherrschaft
  unterworfen.  Wegen  den  noch  übrigen  Besi  tzungen
  sollte  der  Hoch-Meister  dem  König  einen.  Vasallen-Eid
schwören.  AÜ)

15.  Seichen  war  also  Preußen  getheilt,  und  jener  Theil
des  Landes,  der  Polen  unmittelbar  unterworfem  wurde,  blieb
(ine  für  sich  bestehende  Provinz,  die  ihre  eigene  Rechte  und
eigene  Verfassung  behielt,  und  kraft  der  ursprünglichen  Unions-Acte
  nie  Polnische  Provinz  werden  sollte.  Die  Polen  suchten
eine  böllige  Incorporation  zu  Stande  zu  bringen,  die  Preuzilchen
  Stände  aber  und  besonders  die  großen  Städte  des