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die  ersten  und  wichtigsten  Stellen  in  der  Nezieing,  und
eben  derselbe  führte  auch  das  hohe  Wort  unter  den  Ständen.

2.  Schneller  Beifall,  den  die  neuen  Wirtenbirgischen
Religions.  Meinungen  in  Preußen  fanden.  Solbst  der  Koͤ-nig
  von  Poͤlen  sah  es  gerne,  wenn,  wie  wirklich  geschah,  ver
Herzog  und  sein  Adel  recht  rasch  sich  erklaͤrten.  So  blieb
die  Rep.  Polen  der  voͤlligen  Scheidung  des  LLandes  vom
Deutschen  Orden  recht  gewiß,  und  ihr  Vasall  der  Herzog
hatte  nicht  nöthig,  allein  auf  Polnischen  Schutz  sich  zu  verlassen

  z#  auch  die  Deutschen  Glaubensgenossen  waren  sichere

Alliirte  für  ihn.
Die  Glaubens,  Veränderung  gieng  also  unter  Großen
und  Kleinen  sehr  schnelle,  Wo  Deutsche  Sprache  die  Volkssprache
  war,  drang  überall  mit  Luthers  Schriften  die  Reformation
  ein,  und  wo  etwa  auch  auf  dem  Lande  der  Preußische
Dialekt  der  Lettensprache  gesprochen  wurde,  da  fanden  doch
die  neuen  Meinungen  nicht  weniger  Beifall.  Denn  was  die
alten  Pfaffen  nie  redlich  gethan  hatten,  dafür  forgten  die
Reformatoren,  daß  es  auch  in  der  alten  Landessprache  am
Religionsunterricht  nicht  fehle.
C.  Hartknochs  Preubische  Kirchen-Historie.  Frankf.  am  Mayn,
1686.  4.  Der  beste  Theil  derselben  fängt  mit  der  Resormations-Historie

  an;  der  älteren  geiten  dürfte  sich  wohl  noch  ein  neutrer
Forscher  annrhmen.

3.  Die  Kirchen-Reformation  veranlaßte  aber  wie  überall
  so  auch  hier  neue  hüulanstalten.  Stiftung  des  Particular
  und  Stiftung  der  universität  Königsberg.

Doch  unglücklicherweise  zog  sich  der  Herzog  dadurch
nur  desto  mehr  wilde  theologische  Controversien  ins  Land,
und  alle  Streitigkeiten,  politische  oder  religidse,  die  hier  ent-1546



stunden,  erhielten  einen  ganz  ausgezeichneten,  individuellen