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feld  für  die  Deutschen,  zu  Lyck  für  die  Polen,  zu  Tilsit  fuͤr
die  Litthauer.
7.  Churfürst  Joachim  Friederich  von  Bran—-18
  denburg,  Verweser  des  Herzogthums  Preußen.
Wirkliche  Belehnung  erhielt  er  nie.  Der  Koͤnig  von  Polen
suchte  große  Vortheile  fuͤr  die  katholische  Religion  dabei  zu
bedingen,  und  der  Adel  des  Herz.  Preußen  wollte  eben  so
frei  wie  der  Polnischpreußische  nach  Warschau  appelliren;
beides  konnte  der  Interims-Regent  nicht  verwilligen.

So  wild  nun  alle  diese  Prätensionen  sich  unter  einander
trieben,  so  eröffnete  sich  jetzt  doch  eine  gute  Aussicht.  Daß
Land  hatte  nämlich  keine  Theilungen  und  Successions-Streitigkeiten
  zu  fürchten,  weil  Untheilbarkeit  und  Erstgeburts-Recht
  längst  schon  im  Churbrandenburgischen  Hause  Gesetz

1567  war.  Noch  Herz.  Albrecht  hatte  in  seinem  Testament
von  zweien  regierenden  Herren  in  Preußen  gesprochen.

166s  8.  Churf.  Joh.  Siegmund.  Mit  großer  Möhe  er-1620

  hielt  er  endlich  in  Polen  die  Belehnung,  aber  gleich  auf  dem

1612  ersten  Preußischen  Landtage  mußte  er,  der  selbst  schon  reformirt
  war,  versprechen,  daß  bloß  die  katholische  und  Lutherische
  Religion  im  Lande  gelitten  seyn  sollte.  Die  Aristokratie
  gewann  noch  unter  der  Masgue  des  Religionseifers,
und  wenn  gegen  die  Reformirten,  die  sich  in  Aemter  eindrängen
  wollten,  zu  Warschau  geklagt  wurde,  so  fand  der  Preußische
  Adel  gewöhnlich  vollen  Beifall.

1620.  9.  Churf.  Georg  Wilhelm  regierender  Herzog
700von  Preußen,  weil  der  blödsinnige  Albrecht  Frieberich
1018.  gestorben  war.
Gastav  Adolfs  Kriege  gegen  Polen  konnten  ihm  nicht
unangenehm  sepn,  denn  ob  auch  die  Schweden  einen  großen