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1.  Auf  den  13000  Quadratmeilen  Landes,  die  jetzt  das
Königreich  Schweden  heißen,  wohnten,  wie  jetzt  noch,  so
schon  vor  mehr  als  zweitausend  Jahren,  lauter  Horden  und
Stämme  und  Völkerschaften  Finnischer  Abkunft,
und  nur  einen  kleinen  besseren  Theil  desselben,  den  südlichen,
hatten  Deutsche  Stämme  besetzt.  Ob  ehedem  auch  der
letztere  von  Finnischen  Stämmen  bevölkert  gewesen,  Deutsche
von  Süden  oder  Westen  her  allmählig  eingedrungen  seyen,
und  den  schwächeren  Finnen,  der  vielleicht  die  ganze  Halbinsel
schon  besaß,  nach  Norden  zu  ins  unwirthbare  Land  hinaufgetrieben
  haben?  darüber  giebt  die  gewisse  Geschichte  keine
Antwort.  Wenigstens  bis  jetzt  noch  hat  man  im  Süden,  wo
das  Volk  Germanischer  Abkunft  pebn  keine  Spur  ehemaliger
  Finnischen  Einwohner  entdeckt.  st's  aber  je  hier  zwischen
  Finnen  und  Germanen  zur  9*  Markungsstreitigkeit
  gekommen,  so  hat  wahrscheinlich  der  stärkere,  muthvollere
  Germane  dem  schwächeren  Finnen  alles  entrissen,  was
er  zu  nehmen  gut  fand.  sz
2.  Jahrhunderte  lang  aber  galt  hier  Germanische  Sitte
und  Freiheit,  nur  daß  die  gesellschaftlichen  Bande  noch  loser,
die  Sitten  roher  und  der  Unternehmungsgeist  wilder  als  diesseits
  der  Ostsee  in  Germanien  war.

Wie  leicht  konnte  sich  auch  in  einem  Lande  so  voll  Berge,
  Seen  und  Wälder,  als  damals  selbst  der  südliche  Theil
Schwedens  war,  die  altdeutsche  Stamm-  und  Familienfreibeit
  erhalten!  Zwar  ist  ihr  bei  andern  Volkern  nichts  leicht
nachtheiliger  gewesen,  als  viele  Kriege  und  große  Hordenzäge
  ins  Ausland,  wo  bald  Beute  bald  Eroberungen  gesucht
wurden,  weil  sich  nothwendig  mehrere  Familien  und  Stämme
oft  auf  langehin  unter  einem  Haupt  vereinigen  mußten.
Hier  aber  hielt  sich  die  National-Freiheit  unverletzt,  so  viel