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auch  der  Kriege  und  Hordenzüge  seyn  mochten.  Denn  es
waren  mehr  nur  viele  als.  zahlreiche  Schwärme,  die  hier  ausflogen,
  mehr  nur  schnellunternommene  und  schnellausgeführte
und  oft  wiederholte,  kecke  Expeditionen,  als  lungedaurende
Kriege.

Den  kühnen  Sueonen,  die  der  wilden  Ostseestuͤrme  gewohnt
  waren,  schien  keine  Seereise  zu  weit,  kein  weiter  Landzug
  zu  mühevoll.  Daher  ist  auch  ihre  ältere  Geschichte  voll
Länderkunde  und  Abentheuer,  und  die  Sagen  dieses  Volks,
wie  die  Sagen  der  übrigen  ihrer  Nachbarn,  die  gleiche  Lebensart
  trieben,  sind  wohl  Begebenheiten,  die  zwar  viel  zu
erzaͤhlen  geben,  aber  mehrere  Jahrhunderte  hindurch  nichts
progressives  im  Zustande  des  Volkes  selbst  zeigen.

3.  Oft  mochten  wohl  einzelne  Horden,  deren  Chef  vielleicht
  ein  schlauer,  herzhafter  Mann  war,  mehrere  benachbarte
  Horden  überwältigen,  aber  die  Herrschaft  war  nie
langedaurend,  weil  sie  gewöhnlich  bloß  auf  den  persbulichen
Eigenschaften  des  ersten  Erwerbers  beruhte,  und  überdies
ein  recht  schlauer,  kühner  Chef  weit  lieber  in  auswärtigen
Zügen  sich  versuchte,  als  auf  der  Halb=  Jusel  selbst  in  Unternehmungen
  sich  umhertrieb,  die  nie  große  Beute  geben
konnten.

Wie  konnte  aber  eine  dauerhafte  Vereinigung  bieler  Horden
  zu  einem  Staat  da  entstehen,  wo  wenig  oder  gar  kein
Ackerbau  war,  die  Einwohner  fast  bloß  von  Jagd  und  Fischerei
  lebten,  und  das  Land  selbst  fast  nichts  als  Berge
und  Waldungen  und  große  Seen  hatte?  Kein  fremder  gro,
fier  Eroberer  konnte  hier  mächtig  durchgreifen,  keine  fremden
Colonien  konnten  Lust  haben  an  einer  Küste  sich  an  usiedeln
wo  das  Land  höchst  undankbar  zu.  seyn  schien,  und  nichts
als  Bären  und  wilde  Ochsen  und  Elendthiere  sich  zeigten.

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