al1

1319  -63.  König.  Magnus  II.,  Smek,  Bruders-Sohn  des
vorhergehenden;  gugleich  Künig  von  Schweden  und  Norwegen.
  Schon  1350.  hatte  man  ihm  in  Schweden  seinen
Sohn  als  König  Erich  II.  zur:  Seite  gesetzt,  und  in
Norwegen  selnen  zweiten  Sohn  Haqguin  II.  Wie  Erich
1359.  starb,  sollte  Haquin  ihm  auch  in  Schweden  zur  Selte
stehen;  Vater  und  Sohn  aber  wurden  1363.  abgesetzt.

1363—80.  Albrecht  von  Meklenburg,  Schwester-Sohn

Khnig  Magnus  II.  1389.  abgesetzt.  Starb  1455%.

14.  Das  Reich  war  in  dieser  Zeit  ein  Wahlreich,  aber

des  Wahlrechts  hatten  sich  allcin  die  geisilichen  und  weltlichen
Großen  bemächtigt,  und  nicht  einmäl  jeder  Edelmann  genoß
das  Recht,  auch  mit  dabei  zu  sprechen,  wenn  ein  nkuer
König  gewählt  werden  sollte.  Noch  mehr  aber  sank  der  freie
Guts-Besitzer  herab,  der  ehedem  doch  eben  das  gewesen  war,
was  sich  der  Edelmann  jetzt  allein  zu  seyn  dönkte.  3
So  erhielten  also  der  Adel  und  besonders  die  Großen
dieses  Standes  immer  neue  und  immer  wichtigere  Millegien,
  und  gewiß  keines  der  geringsten  war  —  die  voͤllige
Steuer-Freiheit,  die  sie  sich  endlich  zusichern  ließen.  Das
Volk  und  der  König  aber  fuͤhlten  sich  schwer  gedrückt,  und
halfen  sich,  wie  gedrückte  zu  thun  pflegen,  mit  augenblicklichen
  Erplosioren.  Dies  gab  den  unglücklichsten  Wechsel
zwischen  der  Macht  der  Großen  und  der  Macht  des  Königs,
und  überdies  waren  erstere  leider  nicht  einmal  einig  unter
einander,  denn  das  Interesse  der  geistlichen  und  weltlichen
Großen  durchkreuzte  sich  vielfach.  ·
15.  Doch  gedeihten  manche  der  schönsten  Entwicklungen
des  allgemeinen  gesellschaftlichen  Zustandes  hier  fast  eben  so
schnell,  als  in  Nord-Deutschland,  denn  die  publicisischen
Verwirrungen  des  Reichs  wirkten  selten  auf  die  Haupt-Masse
  der  Nation,  und  die-  loseren  Verbindungen  der  Men-