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theilig  waren,  endlich  auf  diese  Weise  geendigt  werden,  sondern
  vielleicht  auch  die  ganze  Macht  des  Nordens  so  zu  einer
  Macht  erwachsen,  daß  man  weder  den  Despotismus
der  Hanse-Städte  noch  Räubereien,  wie  die  der  Vitaliäner
waren,  zu  fürchten  habe.

Dies  hätten  wenigstens  die  Folgen  werden  können,  wenn
es  auch  nicht  der  Plan  gewesen.  Nur  war  überhaupt  die
Union,  wie  sie  zu  Calmar  wirklich  geschlossen  wor=  1302
den,  gar  zu  wenig  nach  irgend  einem  Plan  angelegt,  als  Jul.
daß  sie  gute  Folgen  hätte  haben  können.

18.  Erst  wurde  kraft  derselben  dem  jungen  Herzog  Erich
von  Pommern,  dem  Pflege-Zögling  der  Königinn  Margareth,
  für  sich  und  seinen  Manns-Stamm  die  Thronfolge
in  allen  drei  Reichen  versichert,  und  nach  völligem  Absterben
des  letztern  sollte  jedesmal  der  neue  König  von  den  Ständen
aller  drei  Reiche  gewählt  werden.  Ob  aber  schon  über  sämmte
liche  drei  Reiche  auf  ewig  hin  nur  ein  König  seyn  sollte,  so
blieb  doch  jedem  derselben  seine  bisherige  Verfassung  und  individuelle
  Freiheit,  und  es  schien  mehr  nur  ein  unaufldslicher
Defensiobund  als  wahre  Vereinigung  zu  einem  Reiche  zu
seyn.  Allein  auch  ein  bloßer  Defensiobund,  wenn  er  wirklich
  dauerhaft  bleiben  sollte,  erfoderte  nothwendig  manche
Einrichtungen,  an  die  man  zu  Calmar  nicht  gedacht  hatte,
und  an  die  man  nie  ernsthaft  denken  konnte,  ohne  gleich  die
ganze  Idee  einer  solchen  Allianz  aufzugeben.

Vielleicht  kaum  in  Zeiten  hoher  Noth,  und  so  lange  die
Noth  dauerte,  hätte  eine  solche  Coalition  statt  haben  mögen;
wie  aber  sollte  sie  jetzt  ohne  allen  äußeren  Druck  haltbar
werden?  Wie  sollte  mit  einem  mal  die  so  tief  eingewurzelte
alte  National-Antipathie  sich  vergessen  lassen?  Wie  eine
ruhige,  einstimmige  Kdnigs-Wahl  statt  haben,  da  man  we-