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als  König  anerkannt;  Erich  fluͤchtete  sich  nach  Deutsch=  1441
land,  und  er,  der  fast  dreißig  Jahre  lang  König  von  Dänmark,
  Norwegen  und  Schweden  gewesen,  trieb  von  Gothland
  aus  noch  zehen  Jahre  lang  Seeräuberei,  und  starb
endlich  hoͤchst  verachtet  zu  Rügenwalde  in  Pommern.  1459
Doch  auch  König  Christoph  genoß  mit  Recht,  selbst  *W
dem  Throne,  keine  Achtung.  Der  gemeine  Mann  in  Schweden
  mußte  während  seiner  Regierung  Baumrinde  genug  als
Brod  essen,  und  die  Großen  des  Reichs  liebte  der  König
bloß  deßwegen,  weil  er  viel  Geld  von  ihnen  erheben  konnte.

22.  Nach  Christophs  Tode  wählten  die  Schwedi=  1448
schen  Großen  Karl  Knutson  Bonde  zu  ihrem  König,n.
und  Norwegen  vereinigt  sich  mit  ihnen.  Alter  Sute  zufolge
heißt  dieser  König  —  Karl  VIII.,  und  die  historische  Critik
muß  den  einmal  angenommenen  Sprachgebrauch  respectiren,
so  gewiß  es  auch  ist,  daß  er  Karl  II.  heißen  sollte.

23.  Die  Unternehmungen  des  neugewählten  Dänen-Königs
  Graf  Christians  von  Oldenburg  hätte  Karl
Knutson  nicht  fürchten  dürfen,  wenn  er  der  Geistlichkeit  seines
  Reichs  versichert  gewesen  wäre.  Allein  auch  Christian
verlor  sogleich  wieder  ganz  Schweden,  so  bald  er  der  Geistlichkeit
  den  König  fühlbar  machen  wollte,  und  bei  einer  so
gränzenlosen  Gewalt,  als  der  Erzbischof  von  Upsala  und  die
übrigen  Reichs-Prälaten  hatten,  konnte  keine  Regierung
gedeihen.

24.  Zwar  behauptete  sich  endlich  König  Karl  Kuutson
die  drei  letzten  Jahre  seines  Lebens  hindurch  gläcklich  auf
dem  Thron,  und  wie  nach  seinem  Tode  seiner  Schwester-  1470
Sohn  Sten  Sture  zum  Reichs-Vorsteher  gewählt  7*5
so  schien  auch  die  innere  Ordnung  des  Reichs  durch  fastn
dreißigjährige  Administration  eines  so  selten  %

1448