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großen  Mannes  derbe  Festigkeit  und  wahte  Perfectibilitaͤt
zu  erhalten.  Wenn  auch  in  dieser  Zeit  der  Koͤnig,  den  die
Dänen  gewählt  hatten,  bisweilen  zugleich  als  Kdnig  von
Schweden  anerkannt  wurde,  so  war  es  gewöhnlich  nur  ein
Phänomen,  das  eben  so  schnell  wieder  verschwand,  als  es
entstanden,  und  trotz  der  Factionen  des  Adels,  die  oft  lieber
einen  fremden  König  als  einen  ihres  Corps  an  der  Spitze
des  Reichs  sahen,  trotz  einiger  Revolutionen,  durch  die  oft
die  Gewalt  des  Reichs-Vorstehere  völlig  zernichtet  zu  werden
  schien,  erhielt  sich  doch  Sten  Sture  mit  einem  Ansehen,
  das  mehr  als  Königs-Gewalt  war.

Ihm  verdankt  Schweden  sehr  viel.  Die  Aristokratie  war

1483  zu  seiner  Zeit  so  groß,  daß  es  felbst  in  den  Gesetzen
hieß,  jeder  der  geistlichen  und  weltlichen  Proprietairs  sey
König  über  seine  Bauern,  und  doch  wußte  Sten  Sture
Gehorsam  und  Eintracht  zu  erhalten.  Er  verstund  die  Kunst
trefflich,  dem  Uebermuthe  der  großen  Aristokraten  allmählig
in  den  Städte-Deputirten  und  in  den  Deputirten  der  Freibauern
  einen  gefährlichen  Feind  zu  erziehen,  und  eben  so
trefflich  wußte  er  auch,  die  weltlichen  Großen  gegen  die
Geistlichen  und  diese  gegen  jene  zu  brauchen.  Er  hat  die
Buchdruckerei  in  Schweden  eingefuͤhrt,  oder  vielmehr  zur
ordentlichen  Profession  daselbst  gemacht,  denn  eine  Zeitlang
zogen  Buchdrucker  mit  ihrer  Kunst  im  Lande  herum,  wie
Savoiarden,  die  Murmelthiere  zu  zeigen  haben.  Er  hat  die
Universität  zu  Upsala  gestiftet,  und  zum  Besten  des  Landes
gelehrte  Männer  nach  Schweden  gezogen.  Er  hat  die  Unabhängigkeit
  des  Landes  gegen  Dänmark  so  schlau  behauptet,
daß  er  das  Calmarische  Band  nicht  ganz  aufloͤste,  und  doch
völlig  unschädlich  machte.

Foer-