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Mark.  Hier  also  mußte  die  Kirchenreformation  Rath  schaffen,
  und  um  dem  dringendsten  Bedürfniß  zu  steuern,  und
einen  Theil  der  an  Lübek  schuldigen  77c00  Mark  abzutragen,
die  schwerlich  vom  Ertrage  der  Domainen  getilgt  werden
konnten,  mußte  jedes  Kirchspiel  seine  zweitgrößte  Glocke  einliesern,
  und  diese  Glocken  wurden  auf  Abrechnung  nach  Lübek
geschickt.

2.  Eben  diese  große  Reformations-  Krise  aber  hat  Gustav
  Wasa  mit  seltener  Weisheit  durchgeführt.  So  hitzig
er  sonst  zufuhr,  so  bedächtig  ließ  er  hier  erst  die  Dinge  reifen;
  denn  er  machte  frühe  genug  die  Erfahrung,  daß  Menschen,
  die  so  leben  und  so  wohnen,  wie  die  Dalekerls,  nicht
leicht  von  neuen  Meinungen  angesieckt  werden.  Sein  tiefangelegter
  Plan  war,  erst  auch  dem  Adel  des  Reichs  recht
fühlbar  zu  machen,  wie  viel  Interesse,  auch  er,  bei  einer
großen  Klerus-  Reform  haben  müsse.

1527  3.  Reichstag  zu  Westeräs.  Auch  Städte-Depu-Jun.

  irte  erschienen,  und  aus  jedem  Gerichtszwange  sechs  Bauern;
die  Reichsräthe  und  Große  von  Adel  nahmen  ihren  Platz
vor  den  Bischöfen,  und  der  letzte,  aber  mit  großer  Mühe
erkämpfte  Reichstagsschluß  hieß  endlich  —  die  Kirchen-  und
Kloster=  Einkünfte  sollten  nach  Willbühr  des  Königs  zum
Krondomanium  gezogen  werden,  dem  Adel  aber  bleibe  das
Recht,  alle  Guͤter  gerichtlich  zurückzunehmen,  die  seit
7453.  von  ihren  Familien  abgekommen,  und  in  die  Hände
der  Geisilichkeit  gesallen.

Wir  sind  zufrieden,  unterschrieben  die  Bischbfe  den
Reichstagsschluß,  wie  reich  oder  arm  Seine  Gnaden
der  König  uns  haben  will.  Sie  verschwanden  seitdem
auch  von  selbst  aus  dem  Reichsrath,  und  Kön.  Gustav  scheint

„  keinen  in  die  Ferne  reichenden,  politischen  Blick  gehabt  zu