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haben,  daß  er  ein  Corps  so  tief  demuͤthigte,  auf  das  der
König  fast  in  allen  protestantischen  Reichen  wie  auf  ein  sicheres
  Hölfscorps  zählen  kann.  Offenbar  hat  dieses  der  Adels-Aristokratie,
  mit  der  er  selbst  und  alle  Schwedischen  Könige
nach  ihm,  als  mit  ihrem  gefährlichsten  Feinde  zu  kämpfen.
hatten,  freie  Bahn  gemacht.

4.  So  wurde  also  der  Hauptsturm  endlich  überstanden,
aber  doch  währte  es  noch  vier  Jahre  lang,  bis  Gustav  es
wagen  konnte,  den  treuen  Schäler  Luthers,  den  bisherigen
Professor  der  Theologie.  zu  Upsala  Laurentius  Petri  zum  1531
Erzbischof  wählen  zu  lassen,  und  das  ganze  Volk  war  an  hohe
geistliche  Repräsentation  noch  so  sehr  gewöhnt,  daß  der  Kd,
nig,  selbst  diesem  Erzbischof,  fünfzig  Mann  Leibwache
zu  geben  gut  sand.  Man  sah  aber  auch  noch  unter  dieser
Regierung,  wie  leicht  selbst  die  Lutherische  Geistlichkeit  zu
Pabsi-Prätensionen  und  Pabst-Versuchen  bommen  köbnne.

5.  Um  Herr  in  seineut  Reiche  zu  seyn,  fehlte  jetzt  nichts
mehr,  als  den  Handelsdruck  aufzuheben,  unter  dem  Lübek
das  ganze  Land  hielt,  und  der  Anfang  war  auch  hier  gemacht,
  da  sich  diese  siolzen  Herren  der  Ostsee  zu  5  pr  C.  Ab-1536
gabe  von  allem,  was  sie  in  Schweden  verkaufen  würden,
endlich  verstehen  mußten.  Wie  aber  erst  die  einheimische  Industrie
  durch  viele  fremde  Handwerker  und  Künstler,  die
nach  Schweden  gezogen,  recht  belebt  und  fruchtbar  gemacht
worden,  wie  erst  neue  vortheilhafte  Handels-  Tractate  1550
mit  England  und  den  vereinigten  Niederlanden
geschlossen  waren,  so  ließ  sich  endlich  ein  Joch  ganz  abwerfen,
  das  Schweden  mehr  denn  ein  Jahrhundert  lang,
getragen  hatte.

6.  Erste  Erklärung  des  Reichsraths  und  Adels  und  ei-