4°  Siegmund  kommt  mit  Fiust  Armee  ins  Land;  wird
aber  bei  Stangebroy  geschlagen,  und  der  Friede,  der  1598
hierauf  zwischen  dem  König  und  Herzog  geschlossen  S.
wurde,  kounte  nicht  bleiben,  weil  beide  Theile  nur  Aufschub,
aber  nicht  Frieden  suchten.  .

5.  Peremtorische  Termine  und  entscheidende  Bedingungen,
  die  auf  dem  Keichoae.  zu  Joͤnkoͤpiug  dem  Kd=  1599
nig  vorgeschrieben  werden.  Wenihstens  der  Form  nach  wa-Febr.
ren  ein  pgar  wichtige  Schritte  gegen.  ihn  gewonnen,  wie  er
zu  Erfüllung.  derselben  gar  keine  Anstalten  machte:  aber  erst
doch  durch  die  Hinrich  tuny  von  vier  Reichsriärhen  1600
sicherte  sich  Herz.  Karl  die  Krone.  M.

6.  Schluß  des  Reichstags  in  inköping  —  wenn  9.
sich  Siegmunds  Sohn  Prinz  Uladislaus  innerhalb  fünf  Mo-Mrinaten
  in  Schweden  nicht  einfinde,  so  sollte  der  Herzog
und  nach  ihm  seine.  männlichen  Descendenten,  König  seyn.

So  entscheidend  schon  diese  Erklärung  zu  seyn  schitn/!  so
fand  doch  der  Herzog  nothwendig,  die  wirkliche  Annahme
des  Königtitels  noch  drei  Jahre  lang  aufzuschieben.  Er  schien
erst  den  Erfolg  des  Kriegs  abwarten  zu  wollen,  der  endlich
mit  Polen  wirklich  ausgebrochen  war;  und  auch  die  Entwicklung
  der  Parthien  im  Reiche  selbst,  machte  eine  scheinbare
  Bescheidenheit  nothwendig.  Die  Grohen  hatten  wohl
Lust,  ihm  eine  eigentliche  Capikulation  vorzuschreiben;  er
aber  wollte  zwar  nicht  absoluter  König,  aber  doch  Kbnig
ohne  Capitulation  seyn.

7.  Endlich!t  wird  auf  dem  Reichstage  zu  Norkbping
  von  sämmtlichen  Reichsständen  die  neue  Erbver-1604
männlichen  und  unvermähl  ten  weiblichen  Descendenten
Karls  IX.  und  seines  Vetters  des  Herz.  Johann  von  Ost-