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3.  In  der  Reihe  der  wichtigen  neuen  Einrichtungen,
die  er  bei  der  ständischen  Verfassung  machte,  zeichnet  sich
die  Ritterhaus-Ordnung  besonders  aus.  Sie  war  so  *x2
gemacht,  daß  sich  selbst  das  erste  und  wichtigste  Corps  der  Jun.
Reichs-Stände  schwerlich  einem  entscheidenden  Einfluß  des
Hofs  entziehen  konnte.  Neun  Jahre  vorher  hatte  er  eine  "
neue  Reichstags-Ordunung  eingeführt;  nichts  sollte  kraft  1617
derselben  bei  den  Ständen  in  Beralhschlagung  kommen,  was
nicht  der  König  zur  Berathschlagung  vorlege.

4.  Geschichte  seiner  Kriege.  Im  Dänischen,  den  er
von  seinem  Vater  geerbt,  war  er  am  unglücklichsten.  Es
war  See=  und  Land-Krieg  zugleich,  und  von  ersterem  verstund
  er  nichts;  auch  mußte  er  selbst  für  letzteren  erst  sich
und  seine  Armee  bilden.

Friede  zu  Siöröd;  gegen  eine  Million  Reichsthaler  1%

erhielten  die  Schweden  wieder,  was  sic  verloren.  Jan.
5.  Friede  zu  Stolbowa  mit  Rußland.  Carelen  1617
und  Ingermanland  kommen  an  Schweden.  sebr.

6.  Krieg  mit  Polen,  durch  verschiedene  Wassenstillstünde!-unterbrochen.
  Bei  Schliehung  des  letzten  sechsjährigen  Still,  1029,
stands  bleibt  den  Schweden  ganz  Livland  und  ein  betrüchtlicher
  Theil  von  Preußen.  "

7.  Deutscher  Krieg.  Das  ersie  Project,  mit  13.50030-Mann
  nach  Deutschland  zu  gehen,  und  die  Ossterreichische  *
Macht  zu  stürzen,  schien  fast  avanturierartig,  aber  der  Er—
folg  hat  gezeigt,  daß  die  Huͤlfsmittel  der  Ausfuͤhrung  sehr
gut  berechnet  waren,  und  daß  Gustav  Adolf  wohl  wußte,
wie  viel  er  auf  sich  selbst  rechnen  koͤune.

Sein  Tod  in  der  Schlacht  bei  Luͤtzen  war  kein  Un-  1632
gluͤck  fuͤr  Deutschland.  5.