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4.  Ausse  rordentlicher  Reichstag,  vom  Könige  1769
dadurch  erzwungen,  daß  er  fünf  Tage  lang  die  Regierung  *
niederlegte.  Aber  weder  die  Huͤte  erfochten  den  Sieg,  den  Ganmsie
  gehofft  hatten,  noch  das  Publicum  sah  seine  Erwartungen
erfüllt,  ob  schon  manche,  auf  dem  vorhergehenden  Reichstag
gemachten  Veränderungen  besonders  in  Ansehung  des  Finanz-Systems
  zurückgenommen  wurden.

So  war  demnach  alles  schon  zu  einer  Revolution  reif,  *#
wie  Kön.  Adolph  Friederich  starb,  und  die  Revolu-Fehr.
tion  schien  allein  nur  dadurch  olltinrert  werden  zu  können,
wenn  sich  die  dominirenden  Hüte  mit  den  unterdrückten
Mützen  zu  einiger  Ausgleichung  verstunden,  um  das  Emporkommen
  einer  dritten,  für  beide  gleich  gefährlichen  Parthie
unmöglich  zu  machen.  Wie  aber  sollten  Factionen  so  weise
seyn,  die  bis  zu  einem  so  hohen  Grad  von  Erbitterung  gekommen?
  Ueberdies  war  seit  1770  ein  harter  Streit  ausgebrochen
  zwischen  dem  Adel  und  Nicht-Adel,  und  letzterer
beschuldigte  den  Reichs-Rath,  daß  er  die  Bürgerlichen  von
allen  höheren  Aemtern  auszuschließen  suche.  Wenn  also  auch
die  Höte  und  Mützen  Fricde  machten,  so  war  an  keinen
Frieden  zwischen  dem  Adel  und  den  Bürgerlichen  zu  denken.

Gustav  III.
geb.  1746.  24.  Jun.  —
verm.  1766.  mit  der  Dän.  Prinz.  Soph.  Magdal.
st.  1792.  29.  Mart.

E.  L.  Posselts  Geschichte  Gustabs  11I.  Gtrhsburg.  1793.  8.  fast
in  Form  eines  Elogiums.

Character  and  anecdotes  of  the  Court  of  Sweden.  Vol.  I.  II.
London.  1700.  8.  ins  Deutsche  übers.  von  Prof.  Lüder  in
Braunschweig.  Die  Wahrhelt  der  kleinen  Erzählungen  und
Schilderungen,  die  sich  hier  finden,  ist  auch  durch  anderwärtige

Zeugnisse  sehr  beglaubigt.
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