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1.  Kaum  war  der  neue  Koͤnig  anderthalb  Jahre  lang
772  auf  dem  Thron,  so  brach  die  Revolution  aus.  Er,  der
rus.  Koͤnig  selbst,  hielt  die  Hauptfaͤden  derselben  in  seiner  Hand,
und  man  muͤßte  die  treffliche  Anlegung  des  Plans  loben,
wenn  auch  die  Ausfuͤhrung  mißlungen  waͤre.  Denn  so  sehr
der  Reichstag  durch  sein  unweises  Betragen  das  Revolutions-Spiel
  leicht  zu  machen  schien,  und  so  gewiß  die  brausend  gewordene
  Gährung  zwischen  dem  Adel  und  den  Bürgerlichen
in  irgend  eine  Précipitation  sich  auflsen  mußte,  so  viel
Kunst  und  tiefe  Verstellung  und  rasche  Wahrnehmung  des
rechten  Moments  wurde  erfodert,  um  schlau  ausgelernte,  entschlossene
  Männer  zu  täuschen,  die  wirklich  voraus  wußten,
daß  man  sie  täuschen  wolle.
12.  2.  Was  Hellichius  zu  Christianstadt  in  Schonen  unternommen,
  war  offenbar  nur  eine  Neben-Scene,  die  nie
Haupt-Scene  werden  sollte,  und  deren  Zweck  vielleicht  nur
der  war,  der  öffentlichen  Aufmerksamkeit  eine  unschädliche
Richtung  zu  geben.  Der  entscheidende  Schlag  mußte  zu
Stockholm  geschehen,  und  gewiß  hätte  dieser  schwerlich  mit
größerer,  psychologischer  Kunst  vollführt  werden  können,  als
.  Gustav  1ll.  ibn  ausführte.
C.  F.  Sheridan  history  of  the  late  revolution  in  Sweden.
London.  1778.  8.  Deutsch,  Berlin  1281.  8.  Sehr  wahr  und
nicht  partheiisch  für  den  König,  denn  der  Englische  Gesandtschafts=
  Secretair,  der  damals  in  Stockholm  war,  ist  der  Verfasser.
  Doch  hat
Canzler  in  seinen  Nachrichten  zur  genauern  Kenntniß  der  Geschichte,
  Staatsverwaltung  und  bkonomischen  Verfassung  des
Königreichs  Schweden,  I.  Thl.  Dresden  1778.  8.  den  wahren
Zusammenhang  besonders  in  Beziehung  auf  die  damals  hersschenden
  Parthien  noch  weit  besser  entwickelt.
Michelessi  letire  à  Mrg.  Visconti.  Stokh.  1773.  8.  Deutsch.
Greifsw.  1773.  8.  voll  Unrichtigkeiten.