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Critisk  Historie  af  Danmark  fra  Odin  til  Gorm  den  gamle  af

P.  F.  Suhm.  I-  III.  B.  Kiobenh.  1774.  f.  4.

a.  Endlich  wie  Karl  der  Große,  nach  hartem  Kampfe
  mit  den  Sachsen  und  nach  endlicher  Besiegung  derselben,
auch  diese  noch  nördlicher  wohnenden  und  muthvolleren  Volker,
  ihrer  Freiheit  wegen  besorgt  machte,  und  wie  vollends
sein  Sohn  Ludwig  der  Fromme  in  ihre  einheimischen  Angelegenheiten
  arglistig  sich  mischte,  auch  eine  fremde  Religion,
  die  Religion  seines  Reichs,  durch  Künffe  aller  Art,
ihnen  aufdrängen  wollte,  da  zeigten  sich  die  See-Männer,
die  jenseits  der  Eider  und  auf  den  Inseln  im  großen  Meerbusen
  und  noch  weiter  oben  hinauf  nach  Norden  wohnten,
als  die  furchtbarsten  Feinde  der  Südeuropäer.  Nun  ward

bald  England,  Deutschland,  Frankreich  und  Italien,  ihres
Namens  voll.  In  den  drei  letzteren  Ländern  hießen  sie  Normänner;

  in  England  gewöhnlich  Dänen.
Er.  Ponloppidani  gesta  ct  vestigia  Danorum  extra  Daniem.

P.  I.-III.  Lips.  1740.  8.  rohe  Compilation  oft  aus  den  schlechtesten
  Schriften.

5.  Langehin  hat  sich  aber  durch  diese  Streifzuͤge  i  in  der
National=  Vetfassung  selbst  wenig  geändert;  sie  blieb  ein
Deutsches  Coufdoderations-System  mehrerer  Clane  oder  Stämme,
  deren  jeder  sein  eigenes  Haupt  hatte,  und  jeder  für  sich
bald  zum  Kriege  bald  zum  Frieden  sich  entschloßt.  Was  der
Ober-König  theils  als  Chef  der  Stamm-Fürsten  theils
als  Herr  der  heiligsten  Opfer-Stelle  galt,  war  mehr  Autorität
  als  Gewalt,  mehr  zufällig  entstandene  und  ungewisse
Observanz,  als  Recht  und  Macht,  wie  sonst  der  Koͤnigs-Name
  giebt.

6.  Doch  endlich  mußten  sich  die  Wirkungen  auch  in
der  gesellschaftlichen  Verfassung  der  Nation  zei-