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gen.  Einzelne  Stämme,  die  vorher,  ohne  gilien  größeren
Chef  als  Schutzherrn  oder  Herru  zu  erkennen,  nach  ihrer
natürlichen  Freiheit  sich  umhergetrieben,  wurden  endlich  von
irgend  einer  größeren  Masse  angezogen,  und  in  der  größeren
Masse  selbst  entstund  mehr  Festigkeit  der  Ober-Gewalt,  mehr
Recht  und  Gewalt  des  Stammförsten,  und  so  auch  bald
durch  Grausamkeit  bald  durch  List  mehr  Gewalt  und  Recht
des  Ober-Kenigs  über  seine  kleineren  See=  und  Land-Könige.
  Durch  Mittel  dieser  Art  brachte  um  diese  Zeit  Harald
  Hgarfagre  in  Norwegen  ein  wahres  König-:5
reich  zusammen,  das  sich  seit  seiner  Zeit  fünfhundert  Jahre
lang  als  eigenes  Reich  erhielt,  und  zu  gleicher  Zeit  auch
durch  Mittel  gleicher  Art  wußte  Gorm  ber  Alte  dersss-Ober-König
  der  Dänischen  Stänmmc,  eine  feste  36
Masse  vieler  theils  vereinigten  theils  unterjochten  Stämme

äu  bilden.  «

Die  so  oft  getriebene  Frage,  ob  Dänmark  je  dem  Deutschen
Reich  unterworfen  gewesen?  scheint  mir  in  der  Dänischen
  Geschichte  so  unbedeutend,  daß  ich  sie  selbst  nicht  einmal
berühren  mochte.  Wer  die  Frage  verneint,  hat  offenbar  eine
weit  leichtere  Sache  zu  vertheidigen,  als  wer  die  bejahende  Behauptung
  unternimmt.

Die  neuesten  Schriften,  die  über  diese  Sache  gewechselt  worden,
sind  meines  Wissens  folgende  "

2.  von  Heß  historischer  und  stattstischer  Beweis,  daß  Dänmark
dem  Deutschen  Reiche  lehnpflichtig  und  zinobar  gewesen.  Frankf.
1777.  8.

W.  E.  Christiani  Dänmarks  stets  freie  Königskrone,  ungekränkt
in  dem  Ablauf  aller  Jahrhunderte.  Flensb.  1780.  8.

7.  So  schien  also  hier  fruͤher  politische  Ordnung  zu  werden
  als  in  Schweden;  allein  die  Haupt-Krise  mußte  doch
erst  die  Emführung  der  Christlichen  Religion  machen,  und
dies  war,  auch  hier  wie  in  Schweden,  ein  Werk  voll  Wech-