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folgers  hatte,  auch  immer  nur  unter  den  Herren  des  regierenden
  Hauses  selbst  gewählt  wurde,  so  schien  doch  fast  bei
jedem  Fall,  der  vorkam,  immer  mehrere  Willkähr  der  Geistlichkeit
  und  der  Großen  sich  zu  zeigen.  Niemand  wurde  Koͤ-1104
  nig,  den  nicht  der  Erzbischof  von  Lunden  wollte,  und
dieser  Primas  des  Reichs,  der  gerne  den  Primas  von  ganz
Norden  spielen  mochte,  nutzte  oft  sein  Ansehen  mit  empbrendem
  Uebermuth.
12.  In  Norwegen  war  die  Anarchie  noch  größer.
Dort  sprachen  auch  die  natürlichen  Söhne  mit  gleichem  Recht,
wie  die  ehelichen  Descendenten,  die  Succession  an.  Denn
was  natürliche  und  was  eheliche  Söhne  seyen,  konnte
man  nicht  eher  gewiß  unterscheiden,  bis  die  Christlichen  Kirchengesetze
  recht  allgemein  in  Gang  kamen,  und  langehin
war  die  Feuerprobe  das  ganz  gewöhnliche  Mittel,  durch  das
auch  die  Kron-Prätendenten  ihr  unbezweifelbares  Recht  zu
erhärten  suchten.  Viel  schien  gewonnen,  wie  endlich  auch
1200  nur  die  natürlichen  Söhne  kein  Recht  der  Thronfolge
  mehr  hatten.
13.  Endlich  aber  schuf  in  Norwegen  Kön.  Hakon  V.
21  Ordnung  und  Ruhe.  Die  Feuerprobe  wurde  selbst  unter  Au-1235
  torität  eines  päbstlichen  Legaten  abgeschafft,  und  die  Krönung
gab  künftighin  dem  Prätendenten  die  Sanction.  Auch  Island
und  Grönland  unterwarfen  sich  jetzt  wieder  der  Norwegischen
Herrschaft.
1262-  14.  Hakons  Sohn  und  Nachfolger  Koͤn.  Magnus
1280  verdiente  sich  noch  den  Namen  Gesetze-Reformator  (La-3
  gabätter),  und  verglich  sich  feierlich  mit  der  Geistlichkeit  sei-Aug.
  ues  Reichs,  daß  sie  allen  Anspruch  an  Wahlrecht  so  lange
aufgeben  sollten,  so  lange  Descendenten  von  Harald  Haarfagre
lebten.  So  groß  auch  die  Vorrechte  waren,  die  dem  Erz-