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daß  Schweden  ihrer  Macht  schwerlich  entgehen  koͤnne,  so
ruhte  sie  nicht,  bis  ihr  angenommener  Pflegesohn  der  junge
Herzog  Erich  von  Pommern,  den  die  Norweger  (1388.)
und  Daͤnen  (1306.)  schon  gewählt  hatten,  auch  auf  dem  1396
Morasteen  von  den  Schweden  gewählt  wurde.  Jul.

20.  Durch  die  unglückliche  Calmarische  Union  aber,  1392
wodurch  eine  ewige  Vereinigung  sämmtlicher  drei  Reiche  ge-  3ui.
stiftet  werden  sollte,  verlor  Dänmark  eben  so  viel  als  Schweden,
  und  Norwegens  Schicksale  schienen  noch  viel  trauriger
zu  werden,  weil  sich  dieses  Reich  nie  mehr  zur  Selbsiständigkeit
  erhub,  sondern  endlich  zur  Dänischen  Provinz  wurde.
Das  Personale  der  Unionskbnige  war  nicht  die  Hauptursache
dieser  unglücklichen  Folgen  der  versuchten  Vereinigung,  sondern
  es  lag  in  der  Unförmlichkeit  der  Union  selbst,  daß  sie
nie  gedeihen  konnte.

21.  Zwar  war  weder  Erich  von  Pommern  (1412—
30.)  noch  Christoph  von  Baiern  ein  Kbnig,  unter  dem
irgend  eines  der  drei  Reiche  hätte  glücklich  sepn  können,  aber
wie  auch  der  weisere  und  muthvollere  Graf  Christian
von  Oldenburg  von  den  Däuen  gewählt  wurde,  1448
so  war  doch  kein  Gedeihen,  denn  die  Union  selbst  wollte  we-  Sn.
der  lose  noch  feste  werden.  Kön.  Christian  war  überdies!418-in
  Dänmark  durch  seine  Capitulation  so  gefesselt,  daß  er  mehr  1481
nur  der  Chef  des  Reichsraths,  als  der  Koͤnig  eines  freien
Volks  zu  seyn  schien,  und  auch  den  Schleswigholstei—
nischen  Ständen  mußte  er  bei  ihrer  Unterwerfung  1960
eine  Capitulation  unterschreiben,  die  fast  eben  so  lautete,  wie
die  Dänische  Handveste.

J.  H.  Schlegels  Geschichte  der  Könige  von  Dänmark  aus  dem

Oldenburgischen  Stamme.  (bis  1020.)  I.  1I.  Th.  Coppenh.

1769.  f.