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1481-  22.  Koͤn.  Johann,  Christians  I.  Sohn.  Seine
1513  Capitulation  war  noch  viel  härter,  als  die  seines  Vaters,
nd  nicht  blos  in  Dänmark  sondern  auch  in  Norwegen
nurde  seine  Macht  noch  mehr  eingeschränkt.  Holstein  und
Schleswigsmußte  er  mit  seinem  Bruder  Friede-1490
  rich  theilen;  die  Dithmarser  sollten  erst  mit  Gewalt  zur
Unterwerfung  gebracht  werden,  und  die  Schweden  konnten
sich  nie  zur  sicheren  Haltung  der  Calmarischen  Union  entschließen,
  weil  kein  König  die  hohen  Sturischen  Prätensionen
zu  befriedigen  im  Stande  war.
1513-  23.  Kdn.  Christian  II.  Man  kann  den  Planen,  die
1523  er  hatte,  ihr  gebuͤhrendes  Lob  unmoͤglich  verweigern,  denn
Daͤnmark  wäre  in  kurzem  ein  blühendes  Reich  geworden,
wenn  er  auch  nur  einige  der  wichtigsten  durchgesetzt  hätte,
aber  um  zwei  Feinde  mit  einemmal  zu  bekaͤmpfen,  wie  die
Aristokraten  und  die  monopolisirenden  Hansestädte  waren,
dazu  hatte  er  nicht  Kräfte  genug.  Am  Ende  kündigte  er  gar
noch  den  Pfaffen  zu  gleicher  Zeit  recht  wild  den  Krieg  an.
24.  Wie  groß  aber  oft  in  einzelnen  Fällen  seine  Verschuldung
  gewesen,  und  wenn  er  wirklich  den  Namen  Ty,
rann  verdient  habe,  dies  ist  schwer  mit  Gewißheit  zu  sagen,
  weil  man  selten  vollständige  Berichte  von  beiden  Parthien
  hat.  Doch  bleibt  unläugbar,  daß  er  unumschränkte
Willkühr  zu  seinem  Königsrecht  machen  wollte,  und  da  die
wilden  Ansprüche  desselben  mehr  im  Willen  als  in  der  Geisteskraft
  ihren  Grund  hatten,  so  war's  dem  Klerus  und  Adel
sehr  leicht,  ihn  vom  Throne  zu  werfen.  Der  Jütische  Adel
1323  gab  das  Signal,  und  wählte  den  Vatersbruder  Herz.
Jan.  Friederich  zum  Köonig,  für  den  sich  aber  doch  erst  da
1525  alles  vereinigte,  wie  Christian  II.  selbst  floh.  Kön.  Frie-1533
  derich  I.