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stian  V.  zu  publiciren  gut  fand.  Ueberhaupt  machts  der
Weisheit  der  Regierungen  Friederichs  III.  und  Christians  V.
hohe  Ehre,  daß  sie  Sprachgebrauch  und  Form  des  alten  Zustandes
  mit  einer  Langsamkeit  verschwinden  ließen,  bei  der
selbst  die  Alten  von  Adel  vergessen  konnten,  was  sie  verloren
  hatten.
48.  Viele  wichtige  Veränderungen  machte  erst  Christian
  V.,  und  er  fand  in  dem  Secret.  Pet.  Schuhmacher,
1623  der  bald  Graf  von  Greifenfeld  und  Groß=  Canzler
N  und  Ritter  vom  Elephanten-Orden  wurde,  einen
eben  so  klugen  als  treuen  Minister,  der  die  Kunst  neuer
politischen  Einrichtungen  trefflich  verstund.  Seinem  Plan
1671  zufolge  führte  Christian  V.  einen  Grafen=  und  Frei-Wal.
  berrenstand  ein,  mit  bestimmten  großen  Privilegien.
Nicht  nur  konnten  ehrgeizige  Männer  so  befriedigt  werden,
ohne  daß  man  ihre  Einmischung  in  die  Regierung  zu  fürchten
  hatte,  sondern  auch  im  Staate  selbst  sollte  eine  Stufenfolge
  sich  bilden,  in  der  vielleicht  Greifenfeld  ein  gutes  Erbaltungsmittel
  der  Monarchie  sah.  Auch  die  Errichtung
12.  des  Danebrog=  Ordens  war  wohl  nicht  bloß  Befriedigung
  einer  gewissen  Eitelkeit,  sondern  hatte  bestimmte  politische
  Zwecke.
Nach  dem  Tode  des  letzten  Grafen  von  Olbenburg,
Anton  Günther,  fallen  Oldenburg  und  Delmenhorst  an  Dänmark,
  und  der  Streit,  der  über  diese  Erbschaft  mit  Gottorp
und  Ploen  entstanden,  wird  gegen  jene  rechtlich  durchgefochten
  und  mit  diesen  verglichen.
1636  49.  Greifenfelds  Sturzz  der  Koͤnig  ließ  den  un-W
  schuldigen  Mann  das  Schaffot  besteigen,  denn  die  Faction
einiger  Großen  hatte  ihn  bis  zur  äußersten  Erbitterung  zu
täuschen  gewußt.  Und  ob  schon  nachher  der  König  selbft