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Vorrede  des  Verfassers

Gur  ersten  Ausgabe  von  1786.)

Ich  übergebe  dem  Publikum  diesen  zweiten  Theil  der
Hannöverischen  Geschichte,  der  die  Regierung  Herzog  Georg's
und  seiner  drei  Söhne  begreift,  mit  allen  den  wunderbar  gemischten
  Empfindungen,  die  in  einem  Schriftsteller  aufsteigen,
der  ein  nötzliches  Buch  geschrieben  zu  haben  meint,  redlich
und  fleißig  gearbeitet  zu  haben  glaubt,  und  die  Unvollkommenheit
  seiner  Arbeit  doch  lebhafter  fühlt,  als  ihm  irgend  ein
gelehrter  Richter  vorhalten  könnte.

Eine  redliche  historische  Arbeit,  wenn  alles  erst  aus  weitläufigen
  Acten  mühsamst  zusammengesucht,  oft  zum  erstenmal
die  Zusammenstellung  dieser  aufgefundenen  kleinen  historischen
Fragmente  versucht  werden  soll,  ili  ein  schwereres  Werk,  als
ich  mir  je  historische  Redlichkeit  vorgestellt  habe,  die  so  zu
den  ersten  Alltagspflichten  gehört,  daß  man  kaum  des  Daseyns
  derselben  gedenken  sollte.  In  der  That  ist  es  auch
lächerlich,  der  Sache  nur  gedenken  zu  wollen,  sobald  man  unter
  historischer  Redlichkeit  nicht  mehr  begreift,  als  nichts
erzählt  zu  haben,  was  man  nicht  wirklich  in  diesem  und  jenem
Actenstücke  geschrieben  faud,  und  ungefähr  auch  alles  erzählt