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schlossen,  ein  Schwedisches  Generalspatent.  Er  warb  gegen
geringe  Subsidien  eine  Armee,  und  versicherte  den  Schweden
die  wichtigsten  Plätze  in  Westphalen  und  an  der  Weser,
indeß  der  Kdnig  selbst,  bis  ihn  Albrecht  von  Waldstein  nach
Sachsen  zurückzwang,  noch  jenseits  München  in  Baiern
vordrang.  Sein  Eifer  und  sein  Beispiel  hatten  selbst  nach
dem  Tode  des  Königs  die  große  Verbindung  des  Niedersächsischen
  Kreises  auf  dem  Convente  zu  Halberstadt  vollendet,
  und  als  erklärter  Feldherr  dieses  Kreises  erhielt  er  das
Commando  einer  Armce,  die  dem  ersten  Hauptplane  nach
so  zahlreich  seyn  sollte,  daß  selbst  das  Schwedische  Hauptheer
derselben  kaum  gleich  komme.  Es  war  bbchst  erwünscht  für
Deutsche  Freiheit,  welcher  sonst  auch  Schwedische  Macht  hätte
nachtheilig  werden  können,  wenn  Deutsche  Prinzen  das
Commando  der  wichtigsten  Armeen  erhielten,  und  Consociationen
  der  Kreise  entstunden,  vor  welchen  Orenstirn  und
Banner  größere  Achtung  haben  mußten,  als  sie  einzelnen
Deutschen  Prinzen  zu  beweisen  Lust  hatten.

Kein  Wunder  also,  daß  dieser  tapfere  Prinz  wie  der
longebende  Fürst  des  ganzen  Niedersächsischen  Kreises  so  der
einzig  entscheidende  Rathgeber  seiner  zwei  älteren  Brüder
war.  Kein  Wunder,  daß  sie  ihn  baten,  eine  Selbstregierung
im  Fürstenthum  Calenberg  zu  übernehmen,  und  ein  Land,
das  den  Einfällen  der  Feinde  immer  am  nächsten  lag,  mit
dem  tiefgesühlten  Interesse  des  Landesherrn  noch  glücklicher
zu  vertheidigen,  als  der  siebenundsechzigjährige  Herzog
August  von  Zelle  hätte  thun  können.  Die  Zeiten  waren
nicht  mehr  wie  ehedem,  da  ein  Marggraf  von  Durlach
erst  die  Regierung  seiner  Lande  niederlegte,  um  desto  freier
eine  Armee  gegen  Tilly  führen  zu  konnen.  Die  Furcht
vor  kaiserlichen  Achtsprozessen  war  verschwunden.  Das

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