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seyn,  gar  zu  schnell  überrascht  hatte,  schien  die  Kunst  erst  noch
lernen  zu  müssen,  Bitten  und  Forderungen  der  Landstände
zu  verweigern.

Es  gab  ein  günstiges  Vorurtheil  für  die  neue  Regierung,
daß  nicht  alle  Anstalten  und  Einrichtungen  der  vorigen  Regierung
  sogleich  umgestürzt,  Näthe  und  Diener  zu  Duzenden
verabschiedet,  und  mit  zwanzig  neuen  Edicten  eine  neue
Welt  geschaffen  werden  sollte,  wie  man  sie  im  ersten  Lernen
der  Regicrungskunst  leicht  erschaffen  zu  haben  glaubt.  Der
größte  Theil  der  neuen  Rärhe  wurde  aus  den  alten  genommen.
  Subalterne  und  ersie  Plätze  blieben:  wie  vorher  besetzt,
und  auch  nicht  einen  Günsiling  brachte  Georg  mit  sich  zur
neuen  Regierung,  denn  kein  schlauer  Hofmann,  der  die  Zukunft
  zu  berechnen  wußte,  hätte  je  von  Herzberg  aus,  woͤ
Georg  bisher  Hof  hielr,  sein  künftiges  Glück  zu  machen
gehoffe.  So  blieb  der  biedere  D.  Engelbrecht  in  seiner
Canzler  würde:  Steding  behielt  die  Marschallssteller
Veit  Curd  von  Mandelslohe,  der  bisher  als  Hofund
  Kriegsrath  manche  der  wichtigsien  Negociationen  geführt,
wurde  Vicehofrichter.  Kipius  ward  wieder  zum  Hofrath
  herbeigerufen  und  Ludwig  Ziegeumaier  erhielt  die
Stelle  eines  Geheimen=  und  Cammerraths,  die  schwetlich
auch  einem  gewandteren  Manne  gegeben  werden  konnte  als
er  war.  Denn  niemaud  hatte  während  der-#letzten  fünf
Jahre  der  Regierung  Friedrich  Ulrichs  haͤufigere  Legationen
ausgerichtet,  niemand  war  der  auswaͤrtigen  Angelegenhͤiten,
niemand  des  Zustandes  im  Lande  selbst  so-  kundig  als  er.
Dem  neuen  Obercämmerer  Johann  Block,  der  bisher
Kriegscommissarius  und  Cammersectctair  gewesen  war,  fehlte
es  wenigstens  nicht  an  Treue,  und  mehr  als  Treue  schien
man  damals  kaum  zu  fordern.