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Unter  allen  Räthen  war  kein  einziger  wichtiger  euer
Mann,  als::D.  Johann  Stuck  von  Helmstädt:
Schon  seit  zwanzig  Jahren  hatte  dieser  den  Ruhm  eines  der
gelehrtesten  Pandektenprofessoren  in  Helmstädt  behauptet;
schon  bei  den  Successions-  und  Theilungstractaten  selbst  die
Sachen  des  Hrrzogs  gläcklich  geführt,  und  als  Vicecanzler
schien  er  wohl  auf  mannigfaltige  Weise  ersetzen  zu  koͤnnen,
was  dem  minderthätigen  und  eben  daher  auch  fast  allgemein
geliebten  Canzler  fehlte.  Er  war  voll  der  unverschonenden
Betrichsamkeic,  die  dem  Mann  von  seinem  Fach  so  rrefflich
stund,  nun  aber  in  der  ueuen  Sphäre,  in  welche  er  kam,
wo  oft  der  Ausgang  der  wichtigsten  Dinge  weit  sicherer  abgewartet
  als  betrieben  werden  sollte,  gerade  das  unerwuͤnschteste
von  allen  Talenten  war,  die  ihn  seinen  neuen  Collegen  willkommen,
  und  den  Landständen  beliebt  machen  konnten.  —

Auch  allein  die  Wahl  solcher  Raͤthe,  die  bisher  fast
einzig  gebraucht  worden  waren,  deren  Gutachten  selbst  auch
Friedrich  Ulrich  vorzuͤglich  gefolgt  war,  gab  der  neuen  Regierung
  einen  Zusammenhang  mit  der  vorhergehenden,  in.
welchen  Herzog  Georg.  selbst  manchmal  so  innig  verflochten
wurde,  daß  er  die  Wendung  seiner  eigenen  Gesi  innungen
nicht  wahrnahm,  oder  geheime  Neigungen  desselben,  die
schon  längst  verschwunden  zu  seyn  schienen,  zu  herrschenden
und  leitenden  Ideen  wurden.  Gewiß  war  Georg,  da  er  die
Regierung  des  Fürstenthums  Calenberg  antrat,  zur  ausdau-Trenden
  gewaffneten  Vertheidigung  der  Deutschen  Freiheit  entschlo
  ossen.  Gewtß  war  er  redlicher  Freund  der  Schweden,
und  der  Prager  Friede,  der  ihm  aͤngeboten  wurde,  batte
anfangs  so  geringen  Reiz  für  ihn,  daß  er  keinen  Vorschlag
des  Cburfürsten  von  Sachsen  ohne  Oreustirns  Vorwissen
anhörte,  keine  Antwort  ohne  Orenstirus  Einwilligung  gab.

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