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den  endlich  durch  Accord  übergegangen  "),  war  Nienburg
ausgenommen  55)  kein  einziger  Hauptort  die  Weser  hinab
in  der.  Gewalt  des  Feindes;  die  Stadt  Hildesheim  und  das
kleinere  Stift  waren  erobert,  erstere  diente  zum  Waffenplatz,
letzteres  wurde  in  fortdaurende  Contribution  gezogen,  und
die  Hoffnung,  einst  noch  im  Besitze  des  grôßern  Stiftes  sich
behaupten  zu  können,  schien  allein  schon  eben  daher  desto
zuverlässiger,  weil  schon  die  Abtretung  der  Stadt  selbst  und
die  Abtretung  des  kleinern  Stifts  für  ein  wichtiges  Opfer
gehalten  werden  mußtes  Daß  Wolfenbüttel.  von  einer  kaiserlichen
  Garnison  noch  besetzt  war,  vie  weit  und  breit  im
Lande  umher  brandschatzte,  war  zwar  ein  drückendes  Uebel,
über  das  man  bei  Orenstirn  längstens  vergeblich  geklagt
hatte,  doch  hatte  es  weder  an  Orenstirns  redlichem  Encschlusse
  noch  Thätigkeit  gefehlt,  sondern  die  plaulose  Geschäftigkeit
  oder  Raubgier  mancher  Deutschen  und  Schwedischen
Gencrals,  deren  Ungehorsam  der  weise  Staatsmann  gewöhnlich
  vergessen  mußte,  hatte  die  besten  Entwürfe  zur  Eroberung
  dieser  Feste  mißlingen  gemacht.  «

Noch  haͤtte  es  nur  zwei  Feldzuͤge  der  vereinigten  Niedersächsischen
  Kreisarmee  erfordert,  noch  wäre  nur  ein  redlich
  gemeinschaftlicher  Operationsplan  derselben.  mit  dem
Landgrafen  von  Hessencassel  noͤthig  gewesen,  noch  hätte  nur
Brandenburg  seinen  Beitritt  zum  Pragischen  Frleden  aufschieben
  dörfen,  so  würden  Wesiphalen  und.  Niedersachsen  gegen
  jeden  weiteren  Einfall  der  Kaiserlichen  gesichert,  und  der
neue  Fortgang  der  Schweden  in  Oberdeutschland  aufs  neue

*  10.  Nov.  1634.
*“)  18.  Jun.  1635.  gieng  auch  Nienburg  vollends  durch  Accord
über,  und  nun  war  der  ganze  Weserstrom  frei  gemacht.