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Churfuͤrsten  von  Sachsen  in  Traktaten  getreten,  „wie  der
Friede  im  Ober-  und  Niedersaͤchsischen  Kreise  zum  Effekte
zu  bringen“  *).  Selbst  das  Gutachten  seiner  Theologen  in
Helmstädt  **)  ermunterte  ihn,  und  der  elendeste  Friede,  dessen
  drückendste  Bedingungen  aber  doch  erst  in  vierzig  Jahren
erfüllt  werden  sollten,  schien  ihm  willkommner  zu  seyn  als
die  glücklichste  Fortsetzung  des  siegreichesten  Kriegs.  In  der
That  foderte  doch  wohl  auch  das  Land  seinen  Regenten,  und
die  innere  Staatsreformation,  die  man  allgemein  von  dem
neuen  Regenten  erwartete,  war  ein  großes  Werk,  das  nicht
nebenher  angefangen  und  nur  gelegenheitlich  ausgeführt  werden
  konnte.  Z„

Von  nichts  geringerem  war'  nehmlich  gleich  anfangs
die  Frage,  als  von  einer  Gencralrevision  des  ganzen
Srteuerfußes,  und  mehr  als  hundert  tausend  Menschen,
die  mit  der  äußersten  Armuth  rangen,  mehr  als  zwei  Drittheile
  der  Einwohner  des  Landes  schmachteten  einer  Veräuderung
  entgegen,  die  endlich  doch  mit  Gottes  Hülfe  einmal
werden  sollte.  Man  bat  nicht  um  Erlassung  der  Steuern,
sondern  um  billigere,  gleichmäßigere  Vertheilung  derselben,
man  wollte  die  Rechte  des  Landesherrn  nicht  mindern,  sondern
  hundert  tausend  gehorsame  Unterthanen  flehten  um
Huͤlfe,  weil  ein  paar  hundert  der  reichsten  Unterthauen  des
Landes  bei  einer  allgemeinen  Noth  patriotisch  beizutragen

P)  S.  ein  Schreiben  der  Herzoge  Friedrich,  August  sen.,  Wilhelm,
  Otto  und  Georg  an  den  Kaiser  vom  31.  Nov.  1635  und
vergl.  auch  hiebei  die  Nachricht  von  der  Relation  des  Kaiserl.
Gesandten  Freiberrn  von  Sefftenau  an  den  Kaiser,  in  Moser's
erläutertem  Westphäl.  Frieden  aus  R.  Hofr.  Handl.  1  Thl.
S.  17.

*%  s.  Lünigs  Staatsconsstien  U.  Th.  S.  292.  ff.