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gistrat  und  Buͤrgerschaft  innerhalb  vier  Jahren  sechsthalb
Tonnen  Goldes  auf  den  Feind  gewandt  *),  und  noch  vor
vier  Jahren  war  die  Stadt  bei  der  Eroberung  durch  den
Herzog  von  Weimar  rein  ausgepluͤndert  worden.  Da  sie
der  Schweden  los  wurde,  fieng  die  Contribution  fuͤr  den
Landesherrn  an,  und  die  verarmte,  ohne  Handel  und  Nahrung
  dahin  schmachtende  Buͤrgerschaft  sollte  neben  den  gehaͤuftesten,
  vielfaͤltigen  oͤffentlichen  Lasten,  monatlich  tausend
Thaler  Contribution  zahlen  ##).

Welch  ein  Anblick  war's  nicht  in  der  Stadt,  wenn  diese
monatliche  Steuer  eingetrieben  werden  sollte!  Häufig  war
man  gezwungen,  die  Thore  zu  schliessen.  Man  fiel  den  Bürgern
  mit  militärischer  Gewalt  ins  Haus,  alles  wurde  erbrochen,
  durchsucht  ?55),  und  der  letzte  Nothpfenning,  welchen
man  fand,  welchen  die  BürgerEfrau  bisher  noch  als  Hungerpfenning
  für  ihre  Kinder  gespart  hatte,  wurde  als  glücklich
gefundene  Beute  himweggenommen.

Der  Zustand  der  Stadt  Northeim,  welche  von  einer  geringen
  Bürgerschaft  monatlich  500  Thaler  aufbringen  sollte,
war  nicht  besser,  als  der  Züstand.  von  Goͤttingen.  Ueber
300  Haͤuser  stunden  in  Northeim  leer,  kaum  hatte  die  Stadt
noch  150  Buͤrger,  und  kaum  war  von  vierzig  derselben  noch

*)  s.  Beil.  n.  6.

**)  164%  M.  Aug.  da  die  Contributson  verdoppelt  wurde,  belief
sich  die  monatliche  Quote  der  Stadt  Göttingen  auf  2266  Th.
Wie  war  eine  solche  Summe  unter  eine  so  arme  Bürgerschaft
zu  vertheilen!.

*“#)  Diese  Beschreibung  ist  wörtlich  aus  dem  Memorial  der
grohben  Städte  21.  Jul.  1636  wo  der  Ausdruck  gebraucht  wird,
dieses  Eintreiben  der  Steuer  sep  eine  wahre  Carnisicin.