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Wer  menschliche  Weisen  kennt,  und  in  seinem  oder  im
entfernteren  Zeitalter  solchen  Staatsanomalien  nachzuspähen
gewohnt  ist,  wird  weder##dem  Ritterstande  überhaupt  bittere
Vorwürfe  zu  machen  wagen,  noch  die  Langmuth  des  Fürsten
und  der  damaligen  fürstlichen  Räthe  strafen,  noch  der  Sorglossgkeit
  der  städtischen  Deputirten  spotten  därfen.  Canzler
Engelbrecht  gehörte  zwar  selbst  auch  zur  Ritterschaft,  der
„Landrentmeister  Blum,  dessen  Betriebsamkeit-manches  damals
hätte  ausrichten  konnen,  besaß  auch  ein  Rittergut,  noch
waren  die  angesehensirn  des  Rirterstandes  mit  den  angesehensten
fürstlichen  Räthen  so  durch  Familienbande  verbunden,  daß  /  ein
argwoͤhnischer  Geschichtsschreiber,  der  Ursachen  und  pragmatischen
  Zusammenhang  zu  errathen  gewohnt  ist,  manche  lieblose
„Berwuthung  wagen,  koͤnute,  aber  nie  zeigt  sich  selbst  in,  den
uusführlichsten  Acken  irgend  eine  Spur  eines  gegruͤndeten
Verdachts,  nie  wagte  es  selbst  der  ungedultigste  aller  staͤdtischen
  Deputirten  darauf.  anzuspielen,  und  dio  sichtbargrössere
Dhärtigkeit,  mit  welcher  der  Streit  nach  Canzler  Engelbrechts
Tode  fortgieng,  war  weit  weniger  Würkung  der  veränderten
persönlichen  Verhältnisse  als  sichtbar  gewordener  Erfolg
dessen,  was  unter  Engelbrecht  vorbereitet  worden.  Wohl
fehlte  manchen  der  gutgesinntesten  Räthe  jener  unerschrockene
Muth,  der,  wenn's  dem  Vakerlande  gilt,  patriotisch  olle
Immilienverkettungen  zerreißt,  wohl.  wars  Marnschlichkeitsschwäche,
  aus  Liebe  zur  Nuhe  jenen  Widerwillen  nicht  würken
zu  lassen,  denn  der  Aublick  einer  allgemeinen  Bedrückung,
wie  siè  aus  der  Uebermacht  enes  Standes  entstund,  nothwendig,
  Ercgen  mußte,  und  fast  schien  es  mchr  noch  als
gutmüchige  Schwäche,  mit  der  Hülfe  zu  zaudern,  wo  hunderttausend
  Menschen  um  Hülfe  flehten,  nur  mischten  sich  Schuld