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bis  Ocutschland  einen  allgemeinen  Frieden  erhiclt,  oder

bis  cudlich  auch  nur  das  Lüneburgische  Haus  zum  Genusse
ver  Ruhe  kam,  die  schon  der  Pragische  Fricde  hätte  gewähren
  sollen.  Der  Kaiser  war,  seitdem  Georg  den  Pragischen
Frieden  angenommen,  dem  Lüneburgischen  Hause  nicht  guidiger
  und  in  der  Hildesheimischen  Sache  nicht  nachgiebiger
geworden,  als  er  seit  den  Zeiten  des  Restitutionsedicts  ge,
wesen  war.  Fünfmal  hatten  die  Lüneburgischen  Prinzen
pflichtmässig  ihr  Contingent  gegen  die  Schweden  gestellt  *),
fünf  Feldzüge  hindurch  jede  Forderung  des  Pragischen  Friedens
  erfüllt,  doch  wurde  Wolfenbüttel  nicht  geräumt,  doch
begünsiigte  der  Kaiser  die  Stadt  Braunschweig  gegen  Herzog
August  von  Wolfenbüttel,  und  jeder  Calenbergische  oder
Wolfenbüttelsche  Edelmann,  der  sich  der  neuen  Reunion
der  veräusserten  Cammergüter  eigennützig  widersetzte,  fand

bei  dem  Hofrathe  zu  Wien  ein  so  günstiges  Gehdr,  als  ob

seine  Klage  erwartet  worden  wäre.  Schmeichelnde  Hoffnungen,

  die  Herzog  Georg  manchmal  von  Wien  erhielt,  waren

gewoͤhnlich  nur  Vorboten  eines  neuen  geschärfteren  Edicts
Ferdinands  Ministerium  verlor  seinen  Man  nie,  und  die
große  Kunst,  einen  Plan  bald  ins  sanftere  bald  ins  rauhere
zu  wenden,  konnte  dem  Ministerium  leicht  eigen  werden,
das  durch  den  sonderbarsien  Glückswechsel  bald  der  völligen
Despotenmacht  nahe  gekommen  war,  bald  um  Selbsterhaltung
  und  Rettung  bekümmert  seyn  mußte.

1637  So  gerecht  auch  die  Erwartungen  waren,  womit  man
der  neuen  Regierung  des  billigeren  Ferdinand  III.
entgegensah,  so  sehr  erfuhr  doch  Herzog  Georg,  daß  gerade
der  neue  Kaiser  aus  entschiedener  Vorliebe  gegen  das  Bai-)

  Pusendorf  de  rebus  Suecicis  ab  excessu  Gust.  Ad.  geslis  p.