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maͤßig  und  mit  gemeinschaftlichen  Kraͤften  auszufuͤhren,  um
endlich  einmal  redlich  gegen  einander  zu  werden,  wie  man
am  leichtesten  oft  durch  persbnliche  Zusammenkünfte  wechselsweis
  redlich  wird,  wurde  zu  Hildesheim,  wo  Herzog  Georg
Hof  hielt,  ein  großer  Convent  aller  commandirenden  Generale
  gehalten.  Banner  kam.  Der  Marschall  von  Guebriant
war  da.  Prinz  Christian  von  Hessen  und  Graf  Otto  von
Schaunburg  fanden  sich  ein.  Nicht  leicht  fehlte  einer  der
bedeutenden  Kriegsobersten  der  Französischen  oder  Schwedischen
Armee.  Man  lebte  einige  Tage  Deutsch  zusammen,  weil
man  künftigbin  redlich  Deutsch  zusammen  bandlen  wollte
Wahrscheinlich  mischte  ein  gedungener  oder  fanatischer  Bösewicht
  Gift  unter  den  Wein,  den  die  frohe  Gesellschaft  reichlich
  genug  genoß.  Mehrere  starben  sogleich,  General  Banner
  und  Herzog  Georg  schleppten  ihr  Leben  noch  ein  Vierteljahr
  lang  fort,  aber  keiner  entging  doch  dem  Zobe,  den
er  bei  diesem  Convente  geholt  hatte.

Selten  stirbt  sonst  mit  einem  Fuͤrsten  so  ueel,  als  uns
der  Leichenredner  bereden  will.  Aber  wie  nun  unvermeidlich
Herzog  Georgs  Tod  sich  näherte,  wie  der  Arzt  zu  zweiflen
anfing,  der  Canzler  an  das  Testament  dachte,  da  entstund
ein  Weheklagen,  in  das  selbst  die  mißvergnügtesten  Hofleute
redlich  miteinstimmten,  und  eine  allgemeine  Betäubung  verbreitete
  sich,  die  leider  selbst  auch  auf  den  Concipisten  des
Testaments  gewürkt  haben  mag.  Der  älteste  der  vier  Söhne,
der  dem  Vater  ins  frühe  Grab  sehen  sollte,  war  noch  nicht
achtzehen  Jahre  alt;  ein  guter  Prinz,  aber  wie  wenig  für
einen  Prinzen,  wenn's  dieses  nur  ist.  Der  Krieg  war  des
jungen  Christian  Ludwigs  Sache  gar  nicht,  weil  er  nichts
vom  Kriege  verstund,  und  doch  hatte  man  nun  so  bben
erst  das  große  Spiel  wieder  angefangen.  Ein  Prinz  von