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trauriger  Wechsel,  als  ob  man  aus  Gefilden  des  Lebens  in
Todesthäler  hinübergeführt  würde,  ein  trauriger  Zustand
auch  nur  zum  Beschauen  in  der  Geschichte,  als  ob  man  sich
aus  der  größten  Thätigkeit,  deren  Zwecke  so  eben  erst  erreicht
werden  sollten,  in  einen  süßen  Schlummer  gewaltsam  einwiegen
  lassen  müßte,  als  ob  man  sich  zwingen  sollte,  Dinge
zu  vergessen  die  doch  jeder  Augenblick,  des  Selbsibewußtseyns
  in  schauervolleste  Crimmerung  bringt.  Brandenburg
sticeg  empor,  Hessen  Cassel  gewann,  auch  Wirtemberg
verlor  nicht,  selbst  Chursachsen  behauptete  alte  errungene
Vortheile,  nur  das  alte  Welfenhaus,  dessen  trefflichste  Helden
damals  in  unmündigen  Jünglingsjahren  erst  reiften,  sank
noch  aufs  neue  in  eine  unglückliche  Lethargie  zurück,  die
fast  ein  Recidivzustand  der  alten  Zeiten  Herzog  Friedrich
Ulrichs  zu  werden  drohte.

Zwar  war  im  ganzen  neuen  Ministerium,  wie  es  nach
dem  Sturze  des  alten  Canzlers  besetzt  wurde,  kein  einziger
unfähiger  oder  treuloser  Rath.  Friedrich  Schenk  von
Winterstedt,  der  erst  vor  anderthalb  Jahren  in  den
Geheimen  Rath  gekommen,  erhielt  die  erste  dirigirende
Stelle,  Hofrath  Kipius  wurde  Canzler,  Bodo  von
H  ohenberg  Hofmarschall  und  Geheimerrath,  Paul
Joachim  von  Bülow,  der  damals  zuerst  in  hiesige
Dienste  trat,  uͤbernahm  die  Direktion  der  Kriegscanzlei.
Doch  verbreitete  sich  unter  allen  eine  sanfte  schlummervolle
Nachgiebigkeit  gegen  die  Darmstädtische  Parthie.  Kein
Mann  von  raschem  hohem  Muth  war  unter  ihnen,  der  unerschüttert
  durch  das  Schicksal  des  vorigen  Canzlers,  der
Herzoginn  Mutter  entgegengearbeitet,  den  jungen  Herzog  geweckt
  hätte.

Wie  war's  doch  so  merklich  gleich  auf  dem  Landtage,
daß  D.  Stuck  nicht  mehr  gefürchtet  werde.  Klagen  und