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geschlossen  wurden,  daß  man  aus  Liebe  zur  Rube,  ungeachtet
eine  noch  kurz  daurende  Anstrengung  des  schönsten  Gewinns
nicht  verfehlt  haben  würde,  Procesfe  aufgab  und  abbrach,
deren  Fortsetzuug  nie  schädlicher  werden  konnte  als  der  geschlossen#
  Vertrag  war,  daß  man  Streitigkeiten  einzeln  abthat,
  die  man  weit  schlauer  jenem  Haufen  hätte  zuwerfen
können,  der  zu  Osnabrück  und  Münster  auseinander  gelesen
werden  sollte,  und  daß  man  bei  allen  Vergleichen,  die  man
schloß,  keine  Mediation  patriotischer  Churfürsten  und  Fürsten
suchte,  sondern  alles  allein,  meist  noch  in  der  gefährlichsten
Schnelle,  zur  traurigsten  Klarheit  brachte.  So  wurde  der
eilfertigste  Friede  mit  dem  Kaiser  geschlossen,
die  Hildesheimische  Sache  ins  klare  gebrarht,  der
Streit  wegen  der  Schaumbütgischen  Aemter
geendigt,  so  selbst  auch  die  Negocialion  wegen  Ausgleichung
  der  Fürstentbümer  Zelle  und  Calenberg,
  durch  einen  eigenen  Tractat  so  unglücklich  berichtigr,
daß  das  ganze  Werk  zwanzig  Jahre  nachher  unter  deo.
Drohungen  eines  ausbrechenden  Bruderkriegs  böllig  aufs
neue  unternommen  werden  mußte.“

Wie  viel  war  doch  mit  Herzog  Georg  gestorben  I  Mit
ihm  starb  die  Eintracht  des  Lüneburgischen  Hauses.  Keingemeinschaftlicher
  Operationsplan  gedieh  mehr!  Herzog
Friedrich  von  Zelle,  der  den  dirigirenden  Haussenior  machen
lollte,  war  friedfertig  und  furchtsam,  daß  er  nie  mit  dem
Ansehen,  das  Georg  genoß,  sämmtliche  Prinzen-seines.
Hauses,  so  verschieden  auch  ihr  Interesse  und  ihre  Neigungen
waren,  zu  einem  gemeinschaftlichen  Operationsplan  verelnigen
  konnte,  und  schwerlich  würde  selbst.  Georg,  wenn  er
länger  im  Leben  geblieben  waͤrt,  seinen,  Vetter  in  Wolfenbüttel,
  der  längst  schon  die  kaiserliche  Gnade  durch  „den

Spiutlers  smmil.  Werte.  VII.  3°.  6