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gelangt  war,  und  die  Stadt  Hildesheim  selbst  von  kaiser--lichen
  Völkern  besetzt  wordon.

War#s#  nicht  ein  umredlicher  zweideutiger  Friede,  daß
der  Kaiser  sso=  Unerbittlich  darauf  bestund,  alle  Luͤneburgische
Wölker  sollten  abgedankt  werden,  die  zu  Besetzung  der  Lüneburgischen
  Festungen  nicht  nothwendig  seyen,  daß  er,  ungeachtet
  Minden  und  Nienburg  und  Blekede  uud  Wolfsburg  noch
immer  von  Schweden  besetzt  blieben,  doch  auf  Reductioß
der  Lüneburgischen  Truppen  drang,  als  ob  er  seinen  neuen
Freund  entwaffnet  haben  wollte.  War  es  nicht  ein  unredlicher
  Friede,  daß  man  so  arglistig  auf  Entziehung  der  Stadt
Hameln  dachte  *),  und  noch  unredlicher,  daß  man  auch  nach
wirklicher  Räumung  der  Stadt  Hildesheim  auf  Beibehaltung
von  Wolfenbüttel  bedacht  war  **).  Wohl  schien  es  noch  ein

*)  Dehwegen  wurde,  wie  Pufendorf  deutlich  fagt,  die  alte  Hildesheimische
  Sache  nicht  sogleich  im  Frieden  geendigt.  Man
glaubte  von  Seiten  der  unten  vorkommenden  Homburg-Ebersteinschen
  Verpfändung  auf  Hameln  Ansprüche  machen  zu
können.  "

**)  v.  Pufend.  rer.  Suecie.  I.  XV.  J.  25.  p.  517.  Drei  Stunden,
ehe  die  kaiserliche  Garnison  Wolfenbuͤttel  verli-b,  kamen  zwei
Couriers  an  den  Commandanten,  einer  vom  Kaiser  und  einer
vom  Churfürsten  in  Mainz.  Herzog  August  argwohnte  böses,
und  hielt  die  Couriers  so  lang  zurick,  bis  der  kaiserl.  Commandant
  mit  der  Garnison  ausgerückt  war.  Gleich  vor  dem  Thor
aussen  übergab  man  dem  Commandanten  die  Briefe.  Die
Versuche  desselben,  wieder  zurückzudringen  in  die  Festung,
waren  aber  vergeblich,  die  Zugbruͤcke  war  schon  aufgezogen.
Der  Reichshofrath  Gebhard  erklärte  gegen  einen  Evangelischen
Gesandten  d.  21  Mart.  1647  ganz  deurlich:  „der  Kaiser  habe
viele  Jabre  theilg  Stände  wegen  anderer  Leute  offendiren
missen,  als  unter  andern  auch  die  Herzoge  von  Vraunschweig,
wegen  Vorenthaltung  von  Wolfenbüttel.  Endlich  wäre  der
Kaiser  doch  von  Baiern  gedrungen  worden,  daß  er  solbigen
Ort  da  er  ihn  am  meisten  von  nöthen  gehabt,  hätte  aus  Händen
  geben  müssen."  Mejern  Kh.  V.  S.  322.