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den  hohen  Ohren  nicht  hoͤrbar  machen  konnte.  Wie  hoch
hielt  deswegen  der  Schwedische  Hofcanzler  Salvius,
wenn  ihn  nicht  fremde  Geldsummen  schon  geblendet  hatten,
jede  Meinung  seines  alten  Universitätfreundes  Lampadius?
Wie  viel  Mühe  gab  sich  Trautmannsdorf,  den  Mann
zu  gewinnen,  mit  welchem  der  größte  Theil  der  übrigen
evangelischen  Gesandten  gewonnen  war?  Wie  schätzte  ihn
auch  Orenstirn,so  wenig  er  sonst  auch  die  Freunde  seines
Collegen  Salvius  zu  schätzen  wußte?  Wie  aufmerksam  war
selbst  auch  der  Hauptdoctor  bei  der  kaiserlichen  Gesandtschaft
Isaac  Volmar,  wenn  er  mit  Lampadius  in  Conferenz
treten  mußte,  ob  schon  kein  Meisier  in  der  Kunst  zu  negociiren
  oder  zu  täuschen  diesen  Meister  übertraf,  und  oft  der
bitterste  Unwillen,  mit  einem  Mann  tractiren  zu  müssen,
der  sich  nicht  täuschen  ließ,  seiner  schlauen  Aufmerksamkeit
das  äussere  Ansehen  eines  bloß  tobenden  Ungesimms  gab?).
6  Schäde,  daß  er  nicht  der  erste  Manu  bei  der  Gesandtschaft
  des  Lüneburgischen  Gesammthauses  war!  D.
Langebek,  als  Zellischer  Gesandter,  war  Brincipalcommissarius.
  Ein  fleissiger,  thätiger  Mann  war  auch
dieser;  aber  Staatserfahrung  fehlte  ihm.  Lampadius  hatte
im  vollesten  Sinne  schon  zehen  Jahre  länger  als  er  gelebt,
und  Langebek  war  erst  noch  Anfänger  in  der  Kunst,  die
Lampadius  ausgelernt  hatte,  genau  zu  fühlen,  wo  Negociationsstandhaftigkeit
  in  kahlen  Eigensinn  ausartet,  und  eine
Gränze  nie  zu  verrücken,  die  für  die  persduliche  Achtung
des  Gesandten  eben  so  wichtig  seyn  muß,  als  für  die  Behauptung
  der  Rechte  seines  hohen  Committenten.  Wär'  es
bei  Langebek  allein  gestanden,  das  evangelische  Oberdeutschland
  würde  den  wichtigsten  Theil  seiner  Religionsrechte
*)  Vergl.  Pulend.  rer.  Suecie.  L.  XVII.  6.  67.  p.  6oi.