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daß  nie  mehr  ihre  Parthie  die  Parthie  der  katholischen
Kirche  seyn  koͤnnte.  Wer  freut  sich  nicht  des  Gedankens,
wenn  es  Lampadius  durchgetrieben  haͤtte,  daß  ein  ewiges
Exilium  der  Jesuiten  aus  Deutschland  ein  Hauptartikel  des
Westphaͤlischen  Friedens  geworden  wäre?  wer  freut  sich  nicht
des  muthvollen  Mannes,  der  den  Schutz  der  Roͤmischen
Kirche,  wie  ihn  bisher  der  Kaiser  in  der  Capitulation  versprochen,
  aus  der  Capitulation  ausgestrichen  wissen  wollte?
der  so  vorsichrig  darauf  antrug,  daß  besonders  die  geistlichen
  Fürsten  den  nougeschlossenen  Frieden  beschworen
müßten,  und  selbst  zur  gewaffneten  Vertheidigung  desselben
gegen  ihre  eigene  Glaubensgenossen  feierlichst  sich  verpflichten
sollten?  1  «
Schon  war  ein  großer  Theil  der  evangelischen  Gesandten
  bei  Behauptung  des  Jahres  1618  als  Normaljahres  der
allgemeinen  Amnestie  kleinmuͤthig  gewichen.  Schon  fieng
man  an  bei  Bestimmung  der  Rechte,  welche  evangelische
Unterthanen  unter  katholischen  Landesherrn  genießen  sollten,
unbrüderlich  nachzugeben.  Schon  war  der  Hauptpunct,  uͤber
den  man  noch  nach  Trautmannsdorfs  Abreise  bis  zur  volligen
neuen  Entzweiung  stritt,  schon  war  die  völlige  Parität  in
den  gemischten  Reichsstädten  bei  der  allgemeinen  Sehnsucht
der  Evangelischen  nach  Fricden  fast  aufgegeben,  da  Lampadius
  noch  unerschüttert  stund,  Gründe  mit  Gründen  abwechselte,
  und  voll  des  Gefühls,  daß  von  einem  Augenblick
einer  weisen  Standhaftigkeit  vielleicht  Jahrhunderte  lang
Ruhe  und  Gewissensfreihcit  vieler  tausenden  abhange,  den
weichenden  evangelischen  Gesandten  Muth  einsprach,  den
eifrigkatholischen  Theil  durch  Mannichfaltigkeit  seiner  Vorschläge
  glücklichst  ermüdete.