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werde,  und  ob  auch  das  ganze  Stift  Hildesheim  ein  vollguͤltiger
  Ersatz  statt  Hoya  und  Diepholz  und  der  Schaumburgischen
  Aemter  seyn  koͤnne.

Hier  siegte  er  zwar  endlich,  aber  selbst  auch  sein  Sieg
machte  einen  neuen  Kampf  mit  den  Brandenburgischen  Gesandten
  unvermeidlich.  Er  entbrannte  von  Wehmuth,  mit
ver  Gesandtschaft  sich  entzweien  zu  müssen,  mit  der  er  so
gerne  im  innigsten  Bunde  den  feinen  Planen  der  katholischen
  Parthie  entgegengearbeitet,  der  Lutherischen  Bigotterie  der
Chursächsischdarmstädtischen  Parthie  widersprochen  haͤtte  ?).
So  leicht  es  ihm  war,  dem  Ercellenzzwiste  auszuweichen,
  so  gern  er  der  Eintracht  der  aufgeklärteren  Evangelischen
  Parthie  manche  Privatempfindung  aufopferte,  so  hart
war  der  Kampf  den  er  bestehen  mußte,  da  Churbrandenburg
sein  verlorenes  Schwedischpommern  neben  andern  Stiftern
anch  mit  Magdeburg  und  Halberstadt  ersetzt  wissen
wollte,  da  Trautmannsdorf,  der  nur  für  den  Verlust  einiger
Stücke  der  bsterreichischen  Erblande  fürchtete,  so  schnell  hier
zuschlug,  und  Orenstirn  alles  hingab,  was  er  dem  Churfürsten
  von  Sachsen  entziehen,  was  er  als  Opfer  für  Friedrich
Wilbelm  benutzu  konnte.

Das  Erzstift  Magdeburg  sollte  als  Herzogtbum  an
Brandenburg  überlassen  werden,  und  doch  war  seines
Herzogs  jüngster  Bruder  Coadjutor  also  —  känftiger  Erzbischof
  von  Magdeburg.  Wie  kränkend  auch  für  die  Welfen,
die  doch  unstreitig  die  mächtigsten  Fürsten  des  Niedersächsischen
  Kreises  waren,  daß  nun  Churbrandenburg  als  künftiger
  Herzog  von  Magdeburg  Direktor  ihres  Kreises  werden

sollte.  Und  überdieß  also  im  Niedersächsischen  Kreise,  wo
*)  Daß  Lampadius  und  Langebek  in  der  Sache  der  Reformirten
böchst  billig  waren,  erhellt  aus  Pulend,  de  rebus  gestis  Frid.
Wilb.  Tom.-  I.  p.  124.
Splitler's  lämmtl.  Werle.  VII,  Vd.  8