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des  Brandenburgischen  Churhauses  werden  muͤßte.  Selbst
Orenstirn  glaubte  recht  großmüthig  zu  seyn,  wie  er  endlich
eine  Compensationsfoderung  zugab,  auch  selbstnoch  die  kaiserlichen
  Gesandte  bewog,  von  einer  Braunschweigischen  Entschädigung
  hören  zu  wollen  *).  «

Wohl  war's  richtig,  was  Trautmannsdorf  gleich
anfangs  erklärte,  das  Tuch  woraus  man  Aeguivalente
schneiden  könnte,  sey  klein  geworden,  die  Austheilung  werde
gering  fallen.  An  das  Bisthum  Minden,  was  Lampadius
  gleich  im  ersten  Project  der  Lüneburgischen  Entschädigung
  forderte  76),  wo  er  zuletzt  auch  nur  alternativen  Besitz
für  das  Lüneburgische  Haus  suchte,  war  nicht  zu  denken,
denn  Orenstirn  erhielt  vom  Brandenburgischen  Gesandten
  25,000  Th.  Salvius  20,000  Th.).  Halberstadt
  war  fast  zu  gleicher  Zeit  hingegeben  worden,  und
Lampadius  suchte  nur  einige  Stücke  zu  retten,  von  denen  kes
noch  zweideutig  war,  ob  sie  ein  Halberstädtisches  Appertinenzstück
  seyen.

So  war  nehmlich  das  Kloster  Walkenried,  das
der  Brandenburgische  Gesandte  als  ein  Halberstaͤdtisches
Appertinenzstüt  mitnehmen  wollte,  unstreitig  ein  altes  unhj)

  s.  Melerns  Westphl.  FrHandl.  T.  IV.  S.  401.  f.  Eine  ausführliche
  documentirte  Abhandl.  vom  Braunschw.  Lüned.  Aequivalente
  f.  I.  c.  Tom.  VI.  S.  396-51I.  vergl.  die  Dissert.  des

sel.  Jo.  Dav.  Koehler  Explanatio  bistorica  art.  XIII.,  Insir.
Pac.  Osnab.  de  compensatione  Ducibus  BL.  facta,  Coettingae
1750.  4.  ·

III-)s.DiariumdesIaisekl.Ges.D.VolmarS.423.vergl.Mejeka
Tom.  VI.  S.  401.

*#%)  Pufendorf  l.  c.  p.  144.  Es  schien  zwar  eine  Zeitlang,  als
ob  die  Schweden  die  Braunschweig-Lüneburgische  Foderung  an
Minden  beguͤnstigen  wollten;  sie  thaten  es  aber  nur,  bis  sie
das  Geld  hatten,  und  bis  sie  versichert  waren,  daß  Christina
die  mit  Brandenburg  wegen  Pommern  getroffene  Cheilung
billige.