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lichen  Vergleichen  endlich  den  Calenbergischen  Antheil  um
mehr  als  eine  Tonne  Goldes  verkuͤrzte  *).

Gluͤck  und  Ungluͤck  hat  seine  Zeiten,  und  wenn  nun
einmal  alles  zusammenstürmt,  wenn  die  Suͤnden  der  Großväter
  aufwachen,  die  Fehler  der  Väter  fühlbar  werden,  jeder
eigene  Mißtrikt,  doppelt  sich  zu  strafen  scheint,  so  hilft  zum
Laufen  nicht  mehr  Schnellseyn,  zum  Reichwerden  hilft  kein
Sorgen.  So  war's  nun  in  den  letzteren  Jahren  der  Regierung
  Herzog  Christian  Ludwigs.  Ob  schon  niemand  einen
gerechteren  und  gütigeren  Regenten  zu  wünschen  Ursache
hatte  als  er  war,  ein  neuer  Herr  mußte  kommen,  wenn
wir  gedeihen  sollten.  Georg  Wilhelm,  der  acht  Wochen
nach  der  feierlichen  Proklamation  des  Osnabrückischen  Friedens
  dem  nach  Zelle  eilenden  **)  Christian  Ludwig  in  der
Regierung  folgte,  erschien  wie  ein  Schutzgenius  —  Heil  zu!
nun  eröffnete  sich  das  schöne  Jahrhundert  ½59),  da  unter  dem
Regimente  dreier  gleich  trefflicher  Bruͤder  die  innere  Verfassung
des  Fürstenhauses  gesichert,  kein  Recht  mehr  verlorcn,  keiner
der  glücklichen  Augenblicke,  die  der  Himmel  nie  wieder
schenkt,  voͤllig  versäumt,  und  endlich  ein  Churhut  gewonnen
wurde.

*)  Dieses  zeigte  sich  unter  der  Regierung  Georg  Wilhelms,  da
dieser  auf  die  sebnlichsten  Bitten  und  Vorstellungen  der  Calen-=bergischen
  Stände  sein  Optionsrecht  auf  den  bevorstehenden
Kodesfall  seines  Bruders  Christian  Ludwig  nicht  eher  aufgeben
zu  können  erklärte,  bis  man  ihm  —  so  unglelch  waren  der
Lüneburgische  und  Calenbergischen  Theil  gemacht  —  200,  coo  Th.
und  noch  eine  gewisse  jfährliche  Pension  von  1200  Th.  gebe.

*½½%  Herz.  Frirderich  von  Zelle  starb  zo.  Dec.  1648.  Ihm  folgte
in  der  dortigen  Regierung  Christian  Ludwig.

½%  Von  1648  bis  1698.  In  letzterem  Jahre  starb  Churf.  Ernst
August.