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kleiner  Hauszwist  zwischen  Vater  und  Mutter  entschieden
wurde,  der  konnte  der  leichtfertigen  neuen  Welt  gar  nicht
gewohnen,  die  täglich  kühner  das  heiligste  Band  aufzuldsen
wagte,  und  der  verdorbenen  großen  Welt  nachahmte,  die,
bloß  militärisch  erzogen  und  an  Soldatengesinnungen  gewöhnt,
  jener  alten  ehrbaren  Welt  völlig  unähnlich  geworden.

Die  Brüder  Herzog  Georgs  und  Herzog-  Georg  selbst
waren  noch  sämmtlich  Studierens  halber  auf  Universitäten
geschickt  worden.  Da  kam  selbst  in  der  Leichenpredigt  oft
noch  das  rühmliche  Zeugniß,  daß  sie  sich  in  ihren  vier,  fünf
Universitätsjahren  demüthig  und  sittsam  bewiesen  hätten,
daß  sie  exemplarische  Lust  zum  Lernen  gezeigt,  Sonntags
und  Mittwochs  Predigten  in  der  Parrkirche  andächtig  gehörtund
  die  vornehmsten  Lectionen  und  Disputationen  der  Theolologen
  fleissig  besucht  hätten  7).  Da  konnte  der  Hofprediger
oft  noch  dem  secligen  Herrn  nachrühmen,  wie  manche  Zeit  er
ausser  seinen  Regierungsgeschäften  mit  Beren,  Singen  und
Lesen  zugebracht,  wie  oft  er  mit  Lesung  der  Bibel,  mit
Luthers  Werken  und  mit  Herbergers  Postille  fertig  geworden
  25),  wie  schön  er  die  Ab-  und  Eintheilungen  der  Predigten
  nachgeschrieben  ***)  und  wie  er  sich  von  Zeit  zu
Zeit  vor  dem  Beichtstuhl  als  armer  Sünder  eingefunden.
Aber  unter  allen  vier  Söhnen  Herzog  Georgs,  so  änderte
es  sich  vom  Vater,  auch  nur  auf  die  Söhne,  war  keiner
ordenrlich  auf  Universitären  gekommen.  Ihr  Unterricht  zu
Hause  schien  wohlfeiler,  der  Aufenthalt  zu  Helmstädt,  Jena

*v)  Wörtlich  aus  der  Leichenpredigt  der  letzten  Herzoge  von  Haarburg.



**)  Aus  der  Leichenpredigt  welche  der  Gen.  Super.  Wehel  Herz.
August  von  Lüneb.  1630  hielt.

*““)  Aus  der  Leichenpredigt  Herz.  Christian  Ludwig  vom  Gen.
Super.  Walther  in  Luneb.  gehalten.